In einer kleinen Schweizer Baracke installierte
das Künstlerduo Fischli und Weiss 1986 einen Parcours, der
den Domino-Effekt einer dreißigminütigen Kettenreaktion
vorbereitete. Aus Alltagsgegenständen zusammengebaut, mit viel
Liebe zum Detail, Fleiß und Erfindungsreichtum nutzten sie
physikalische und chemische Kenntnisse, um im Film ein einfaches
technisches perpetuum mobile vorzuführen. Die Schnitte zwischen
den einzelnen Sequenzen wurden in Überblendungen versteckt,
so dass die Länge des Films einen viel größeren
Raum suggerierte, als es ihn in Wirklichkeit gab.
AUSSTELLUNGEN (Auswahl)
Documenta 8, Kassel, 1987 (V)
Peter Fischli David Weiss, Centre Georges Pompidou, Paris,
1992
LIT: Sidra Stich, Die Kunst der (Un) Ordnung bei Fischli/Weiss,
in: Parkett Nr. 17/1988, S. 77-79; Das Geheimnis der Arbeit. Texte
zum Werk von Peter Fischli und David Weiss, hrsg. von Patrick Frey,
München und Düsseldorf 1990, S. 200-205, 215-216, 229-232
u.a.; Peter Fischli David Weiss, Ausst.-Kat. Centre Georges Pompidou,
Paris 1992, S. 22-22, Abb. S. 22, 69; Friedemann Malsch, Dagmar
Streckel, Ursula Perucchi-Petri: Künstler-Videos. Entwicklung
und Bedeutung - die Sammlung der Videobänder des Kunsthauses
Zürich, Ostfildern 1996, S. 104-105, Abb. S. 104.
LINK
http://www.zkm.de/goetz/exhibit21/langDE/exhibit.tpl
|