| Publiziert in der Edition Giannozzo, Band 27, Berlin
1983
"Für seine Ausstellung 'Perkussion zweier Räume,
eine Materialmusik' vom 6.8. bis zum 3.9.1983 untersuchte Ulrich
Eller die beiden Räume der Galerie Giannozzo in ihrer Qualität
als Klangmaterial und als Klangkörper. Die Räume wurden
beklopft, ihre Wände und der Boden: Fundorte für Klänge
unterschiedlicher Höhe und Klangfarbe. An diesen Stellen wurden
Bögen von Zeichenpapier angeheftet: Felder für Striche
unterschiedlicher Stärke und Länge. Mit einem Stift schwarzer
Fettkreide bearbeitete Ulrich Eller nun auf diesen Papieren die
Wände und den Boden und erzeugte dabei Zeichnungen und Klangfolgen.
Die Rhythmen ergaben sich aus einer Einfühlung in die gefundenen
Klänge; ihnen entspricht die Gestik der Zeichnung. Die Zeichnungen
verbleiben an den Stellen ihrer Entstehung. Auch die Klangfolgen
verbleiben dort. Sie wurden auf Tonband aufgezeichnet und über
Kassettenrecorder, die an den entsprechenden Stellen befestigt sind,
simultan abgespielt. 'Die Klänge des Raums - im Raum, ein selbstklingender
Raum. Durch die Perkussion öffnet sich der Raum der Wahrnehmung.
Seine musikalische Qualität wird durch Zeichnungen sichtbar
und durch Tonaufnahmen hörbar'" (Rolf Langebartels, zit.
nach
http://www.floraberlin.de/soundbag/index128d.htm).
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