Ein sich leicht bewegender Vorhang. Die Tonspur ist
verrauscht. Mehrfache Vergrößerung von "Vorhang (braun)"
(vgl. V-1999-41).
Im Zuge der Wiederentdeckung von Ambient-Musik aus den frühen
1970er Jahren, für die Brian Eno stilbildend steht, hat Hans-Christian
Dany die Klangexperimente des Frankfurter Plattenlabels Mille Plateaux
auf den Bereich des Videobildes übertragen. Aus dem Rauschen
der Apparate entstehen Bildexperimente auf LowFi-Niveau. "Vorhang
(Rot)" ist eine digital erstellte Vergrößerung und
Variante der ersten Version "Vorhang (braun)", die mit dem
sogenannten Jog-Shuttle verzerrt aufgenommen wurde. Dieses radförmige
Steuerungselement kann die Aufnahmegeschwindigkeit manipulieren und
bewirkt Verfremdungseffekte. Ursprünglich wurden die Tapes von
Dany als Endlosschleifen in Kneipen oder Szene-Clubs gezeigt und der
Monitor als Leuchtobjekt eingesetzt. Die Idee geht ebenfalls zurück
auf Brian Eno, den Erfinder der Musikrichtung „Ambient“,
der eingeschaltete Fernseher als Lichtquelle gegen die Wand gedreht
hat.
LIT: Hans-Christian Dany, Auf dem Weg zu einem Umweg, Köln
2001; Neue Kunst in Hamburg, Reise- und Ausstellungsstipendium,
Pia Greschner, Hans-Christian Dany, Anna Gudjonsdottir u.a., hrsg.
von Karola Grässlin, Ausst.-Kat. Kunsthaus 2001.
LINKS
http://www2.kah-bonn.de/1/27/0.htm
(Ambient)
http://music.hyperreal.org/artists/brian_eno/installations.html
(Brian Eno)
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