A-Seite
Buch I: 4:19 Min.
Buch II, 19:54 Min.
B.-Seite
Buch III, 10:49 Min.
Buch IV, 11:35 Min.
Herbert Henck: Klavier
"John Cages ’Music of changes’ (Musik der Wandlungen)
besteht aus vier sämtlich 1951 in New York City komponierten
Teilen ... Im Schaffen von Cage stellt dieser David Tudor gewidmete
Klavierzyklus zusammen mit der ’Imaginary Landscape No. 4’
für zwölf Radios (1951) einen deutlichen Wendepunkt dar,
doch nicht im Sinne einer Umorientierung oder gar Rückwärtsbewegung,
sondern einer Radikalisierung seiner musikalischen Technik und einer
grundlegenden Erneuerung seines künstlerischen Selbstverständnisses
... Was Cages ’Music of changes’ zu einem Schlüsselwerk
der Musik des 20. Jahrhunderts werden ließ, ist der neuartige
Gebrauch von Zufallsoperationen, mit denen wichtige kompositorische
Entscheidungen getroffen werden. Dieses Verfahren führte zu
einer tiefgreifenden Revolutionierung des Begriffes vom ästhetischen
Kunstwerk, deren Auswirkungen bis heute mühelos nachweisbar
sind. - Als Hilfsmittel dienen Cage hierbei jene Zufallsoperationen,
wie sie in Form der Teilung von Schafgarbenstengeln oder des Wurfes
von Münzen zur Generierung eines der 64 Orakel-Hexagramme im
’I-Ching’ herangezogen werden ... Über die Einbeziehung
des Zufalls in der ’Music of changes’ schreibt Cage:
’Es ist solchermaßen möglich, eine musikalische
Komposition zu machen, deren Zusammenhang frei ist von individuellem
Geschmack und Erinnerung (Psychologie) und gleichermaßen von
Literatur und ’Traditionen‘ der Künste’ ..."
(Herbert Henck, zit. nach http://www.schott-international.com).
LIT: John Cage: Silence. Lectures and writings by J.C., Middletown/Connecticut
1961; John Cage, Empty Words. Writings '73-'78, Midletown/Connecticut
1979; Emanuel Dimas de Melo Pimenta: John Cage. The Silence of Music,
Mailand 2003; Hans-Friedrich Bormann: Verschwiegene Stille. John
Cages performative Ästhetik, München 2005. |