"Der Schweizer Olaf Breuning karikiert ein
Filmgenre, das von der Vorstellungskraft seiner Zuschauer in ganz
besonderem Maße lebt, die sogenannten Horror- und Splattermovies.
Eine ganze Subkultur hat sich mit Tätowierungen, Attitüden
und Moden um solche Filme gebildet. Breuning ist selbst Konsument
dieser Teilöffentlichkeit, die er in Bildern und Installationen
persiflierend weiterträgt. Seine Videoinstallation nutzt das
suggestive Potential in der Mischung aus Archaik, Vorbild, Wiedererkennung
und Einbildung, die für unsere Medienwirklichkeit so signifikant
ist. Kaum noch der Schlaf der Vernunft, vielmehr das Bildzitat gebiert
heute neue Ungeheuer. In Anspielung auf das Texas Chainsaw Massacre,
auf Hellraiser oder The Blair Witch Project wird hier die Kettensäge
geschwungen, werden mit Lust Puppen erdrosselt und wird in schleimig
grüne Augen gestarrt. Das hässliche Geheul (engl.: ugly
yelp) des Gitarrenriffs verklingt grummelnd im Dunkeln" (zit.
nach Saalzettel Schrägspur).
AUSSTELLUNGEN (Auswahl)
3. Umbau in der Galerie der Gegenwart: Schrägspur. Videoinstallationen
aus der Sammlung, Hamburger Kunsthalle, 2002
LIT: Olaf Breuning, Ugly, Ostfildern 2001.
LINKS
http://www.hamburger-kunsthalle.de/schraegspur
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