1. Teil: Evocation, 1983
"Evocation" heißt der Prolog zu dem dreiteiligen
Film von Dara Birnbaum, dessen Obertitel auf das Faust-Drama anspielt.
Ein Spielplatz im südlichen Manhattan ist der architektonische
Hintergrund für den Bildreigen aus Erinnerungen, visuellen
Motiven der japanischen Kultur des neunzehnten Jahrhunderts oder
Bildern von Ventilatoren und technischem Gestänge, das von
einen suggestiven Soundtrack umspielt wird. Die "Verdammnis
des Faust" geht auf einen mittelalterlichen Mythos zurück
und wurde mit Bezug auf Goethe in der gleichnamigen Oper von Hector
Berlioz zu einer virtuos instrumentierten Höllenfahrt verarbeitet.
Birnbaum beschreibt ihre eigene Arbeit als eine neue Form des "Ready-Made",
das "ein Medium manipuliert, Video und Fernsehen, welches selbst
in hohem Maße manipulativ ist".
LIT: Dara Birnbaum: Every TV needs a revolution, Gent 1992; Dara
Birnbaum, Ausst.-Kat. Kunsthalle Wien 1995; Friedemann Malsch, Dagmar
Streckel, Ursula Perucchi-Petri: Künstler-Videos. Entwicklung
und Bedeutung - die Sammlung der Videobänder des Kunsthauses
Zürich, Ostfildern 1996, S. 75-76, Abb. S. 75; Benjamin Buchloh:
Dara Birnbaum. Allegorical Procedures, Ljubljana/Slowenien 1996,
S. 46-55 u. 149,150.
LINKS
http://on1.zkm.de/kramlich/birnbaum
(Besprechung: Tiananmen Square »Break-In Transmission)
http://web.ukonline.co.uk/members/n.paradoxa/tuer2.htm
(Werkkommentar)
http://www.impresario.ch/synopsis/synberdam.htm
(zu Berlioz)
http://ourworld.compuserve.com/homepages/har/faust.htm
(zu Berlioz)
http://entropy8.com/live/ww.html
(Wonderwoman Quicktime)
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