Aktion für die Kamera, ohne Publikum
Kamera: Ole John
Februar/März 1970
Louisiana Museum of Contemporary Art, Humlebaek
Im Anschluß an die Ausstellung TABERNAKEL, 24. Januar bis 22.
Februar 1970
Mit Begleitbuch und Texten von Eugen Blume, Eva Beuys uund Wenzel
Beuys.
Ausgangspunkt der Aktion für die Kamera ist die Arbeit "Transsibirische
Bahn", ein Environment aus dem Jahr 1961/1969, das in der Ausstellung
1970 erneut aufgebaut war. Ursprünglich für einen verschlossenen
Schuppen geplant, war die Arbeit in ihrer ersten Fassung nur durch
ein Astloch zu sehen. Die Kamera imitiert die damalige Situation,
indem sie statisch beobachtet: "Es gibt keine Aktion, keine
Schwenks, kein Blow up, lediglich leichtes Verwackeln (entstanden
wie durch langes, ermüdendes Hinsehen), bewußtes Doublieren,
wie wenn der Beobachter des Environments, weil er das andere Auge
benutzt, vor dem Auge in der Wand seinen Standpunkt leicht ändert"
(zit. nach Schneede, Die Aktionen, 1996, S. 260).
LIT: Uwe M. Schneede: Joseph Beuys. Die Aktionen. Kommentiertes
Werkverzeichnis mit fotografischen Dokumentationen, Ostfildern 1994,
S. 260-265, Abb. S. 263-265.
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