Joseph Beuys
Krefeld 1921 – 1986 Düsseldorf

          

I like America and America likes me, 1981
Farbe, Ton, VHS, 37:22 Min.
Video
V-1992-04

 

Aktion, Dokumentation
Joseph Beuys
 
Kamera: Herbert Wietz
Produktion: René Block Gallery Ltd, New York
23. bis 25. Mai 1974

Zur Eröffnung der New Yorker Dépendance der Galerie René Block verbringt Joseph Beuys drei Tage mit einem lebenden Kojoten, in dem zu einem Käfig umgebauten Galerieraum. Er wird mit Filz umwickelt von einem Krankenwagen am Flughafen abgeholt und in die Galerie transportiert. Der Galerieraum ist mit einem Drahtzaun unterteilt und zum exterritorialen Gebiet erklärt worden. Jeweils nach 18 Uhr verlässt Beuys den Raum durch eine rückseitige Tür. Zum Abschluss wird er auf die bekannte Weise im Krankenwagen wieder zurückgefahren. Das Tier steht laut Beuys als ein Symbol in der Geschichte der Verfolgungen "für die unbewältigte Vergangenheit gegen die Indianer" (zit. nach Schneede, Die Aktionen, 1994, S. 335).

LIT: Fluxus. 1962 -1982 Wiesbaden. Eine kleine Geschichte von Fluxus in drei Teilen, Ausst.-Kat. Museum Wiesbaden, René Block Wiesbaden 1982; Uwe M. Schneede: Joseph Beuys. Die Aktionen. Kommentiertes Werkverzeichnis mit fotografischen Dokumentationen, Ostfildern 1994, S. 330-353, Abb. S. 341-353; Dirk Luckow: Joseph Beuys und die amerikanische Anti-Form-Kunst. Einfluss und Wechselwirkung zwischen Beuys und Morris, Hesse, Nauman, Serra, Berlin 1998.