Kamera: Herbert Wietz
Produktion: René Block Gallery Ltd, New York
23. bis 25. Mai 1974
Zur Eröffnung der New Yorker Dépendance der Galerie
René Block verbringt Joseph Beuys drei Tage mit einem lebenden
Kojoten, in dem zu einem Käfig umgebauten Galerieraum. Er wird
mit Filz umwickelt von einem Krankenwagen am Flughafen abgeholt
und in die Galerie transportiert. Der Galerieraum ist mit einem
Drahtzaun unterteilt und zum exterritorialen Gebiet erklärt
worden. Jeweils nach 18 Uhr verlässt Beuys den Raum durch eine
rückseitige Tür. Zum Abschluss wird er auf die bekannte
Weise im Krankenwagen wieder zurückgefahren. Das Tier steht
laut Beuys als ein Symbol in der Geschichte der Verfolgungen "für
die unbewältigte Vergangenheit gegen die Indianer" (zit.
nach Schneede, Die Aktionen, 1994, S. 335).
LIT: Fluxus. 1962 -1982 Wiesbaden. Eine kleine Geschichte von
Fluxus in drei Teilen, Ausst.-Kat. Museum Wiesbaden, René
Block Wiesbaden 1982; Uwe M. Schneede: Joseph Beuys. Die Aktionen.
Kommentiertes Werkverzeichnis mit fotografischen Dokumentationen,
Ostfildern 1994, S. 330-353, Abb. S. 341-353; Dirk Luckow: Joseph
Beuys und die amerikanische Anti-Form-Kunst. Einfluss und Wechselwirkung
zwischen Beuys und Morris, Hesse, Nauman, Serra, Berlin 1998.
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