| Acconci zeigt für ungefähr 22 Minuten
mit ausgestrecktem Finger direkt auf die Kamera. Er verdeckt im Zeigegestus
den Bildraum und die Blickachse, ohne dass er sich selbst sieht. Der
geschlossene Bildkreislauf und die Trennung von Auge und Blick, zwei
spezifische Merkmale der Videotechnik, werden auf der gestalterischen
Ebene thematisiert. Mit einem einfachen Gestus eröffnet Acconci
ein komplexes Betrachtungs- und Betrachterverhältnis. "Pointing
at my own image on the video monitor, my attempt is to keep my finger
constantly in the center of the screen - I keep narrowing my focus
into my finger. The result [the TV image] turns the activity around:
a pointing away from myself, at an outside viewer" (Vito Acconci,
zit. nach http://www.vdb.org).
LIT: Rosalind Krauss: Video: The Aesthetics of Narcissism, in:
October (Spring 1976), 1, 1976, S. 50-64; Vito Acconci, Ausst.-Kat.
Kunstmuseum Luzern 1978; Nicoletta Torcelli: Video - Kunst - Zeit.
von Acconci bis Viola, Weimar 1996, S. 65-164;77-79, Abb. S. 78;
Vito Acconci, hrsg. von Frazer Ward, Mark C. Taylor, Jennifer Bloomer,
London 2002.
LINKS
http://www.acconci.com
http://www.eai.org
http://www.vdb.org
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