| "Acconci bezeichnet seine Performances als
'documented on video'. Es ist zunächst nur der Hinterkopf des
Künstlers in Nahaufnahme zu sehen. Er summt vor sich hin, bewegt
sich im Rhythmus seines Summens und dreht sich abrupt um. Sein Blick
geht direkt in die Kamera, er spricht eindringlich: 'I've waited for
the perfect time, for the perfect piece, I'm tired of waiting... but
no, you want me to have something ready for you, something prepared.'
Er dreht sich wieder um und beginnt erneut zu summen. Acconci wiederholt
diese Aktion des sich Zu- und Abwendens mehrfach. Er spricht über
persönliche Dinge, die er mit Aspekten seines Kunstmachens und
Künstlerseins vermischt. Die zeitliche und räumliche Differenz
zwischen ihm und dem Betrachter ist nicht zu überwinden, der
Versuch sich präsent zu machen, scheitert. 'It's me, I can't
find any reason anymore to do art... I'm waiting for you to leave.',
sagt er zum Ende des Videos" (Ulrike Heidelbach, Elisabeth Kenter).
LIT: Vito Acconci, Ausst.-Kat. Kunstmuseum Luzern 1978, o. P.;
Vito Acconci. Arbeiten in Deutschland, 1971- 1981, Workshop in Zürich,
1981, Ausst.-Kat. Kölnischer Kunstverein und Kunsthaus Zürich,
hrsg. von Wulf Herzogenrath, Köln 1981, S. 32-35, Abb. S. 32-35;
Nicoletta Torcelli, Video - Kunst - Zeit. Von Acconci bis Viola,
Weimar 1996, S. 65-164;128-129; Friedemann Malsch, Dagmar Streckel,
Ursula Perucchi-Petri: Künstler-Videos. Entwicklung und Bedeutung
- die Sammlung der Videobänder des Kunsthauses Zürich,
Ostfildern 1996, S. 50, Abb. S. 50; Vito Acconci, hrsg. von Frazer
Ward, Mark C. Taylor, Jennifer Bloomer, London 2002.
LINKS
http://www.acconci.com
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