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Lucas Cranach d. J.
Caritas, um 1537
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Lucas Cranach d. J.

Caritas, um 1537

Lucas Cranach d. J.

Caritas, um 1537
Zwei allegorische Motive bilden in dem GemĂ€lde Cranachs d. J. eine christlich-humanistische Tugenddarstellung, die der KĂŒnstler auf dem Baumstamm rechts ĂŒber seinem Familienwappen – einer Schlange mit FlĂŒgeln – mit einer Inschrift benennt: Es handelt sich um Caritas, die wichtigste der drei theologischen Tugenden. Die stillende Mutter ist schon in der italienischen Skulptur und Druckgraphik seit dem 14. Jahrhundert Sinnbild der christlichen NĂ€chstenliebe. Die Knaben, die Äpfel vom Baum schlagen und aufsammeln, verweisen darauf, dass die Tugend der NĂ€chstenliebe zur StĂ€rke (fortitudo) anspornt. Cranach d. J. umschloss die Szene mit hohen Hecken und BĂ€umen und schuf so einen hortus conclusus, in dem die Nacktheit der Figuren auf einen paradiesischen Urzustand verweist, der sich von der zivilisierten Welt der zeitgenössischen Burgarchitektur im Hintergrund abgrenzt. 1530 hatte der Vater des KĂŒnstlers, Cranach d. Ä., das Thema der Caritas erstmals mit der Figurengruppe von stillender Mutter und den drei Kindern in der Malerei aufgegriffen. Anna Heinze

Details zu diesem Werk

Beschriftung

Rechts auf dem Baumstamm mit dem Drachensignet (mit liegenden FlĂŒgeln) bez., darĂŒber die Inschrift CARITAS