Hendrik van Cleve III., zugeschrieben
Der Turmbau zu Babel,
Zurück Bildinfos ➕ 🗖

Hendrik van Cleve III., zugeschrieben

Der Turmbau zu Babel,

Hendrik van Cleve III., zugeschrieben

Der Turmbau zu Babel
Nach alttestamentlichem Bericht (Gen 11,1–9) zogen die Nachfahren Noahs ins Land Schinear und bauten in der Stadt Babel einen Turm, der bis zum Himmel reichen sollte. Gott aber verhinderte die Vollendung dieses hochmütigen Unternehmens durch eine Sprachverwirrung der Bauleute, die sich fortan nicht mehr verstanden. Cleve setzte den Turm in eine weite, ans Meer angrenzende Landschaft. Die immense Höhe des in den Himmel ragenden Bauwerks lässt sich durch die Wolkenschwaden in den oberen Stockwerken erahnen. Durch ein Triumphtor sind die verschiedenen Niveaus des Turms erreichbar. Im Vordergrund ist König Nimrod, der Initiator und Erbauer, mit dem Zepter in der Hand auf seinem Pferd und mit seinem Gefolge dargestellt. Der Turmbau symbolisiert die menschliche Hybris, das kollektive Streben nach Fertigstellung eines Bauwerks, das alles bisher Dagewesene überragen soll mit dem Anspruch, Gott gleichgestellt zu sein. Vor allem in der niederländischen Kunst zwischen 1550 und 1650 war dieses Bildthema weit verbreitet. Sandra Pisot

Details zu diesem Werk

Beschriftung

Rückseite: Klebezettel No. 14 / Turm von Ba[by]lon / von Paul [...]; Klebezettel Dammar-Firniß / restauriert 1894; Klebezettel No. 6 / Herrn C. G. Sohst / 1894.