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George Grosz
John, der Frauenmörder, 1918
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George Grosz

John, der Frauenmörder, 1918

George Grosz

John, der Frauenmörder, 1918
Als Betrachter wird man unweigerlich Zeuge eines soeben verĂŒbten Lustmordes: Zwischen HĂ€userwĂ€nden eilt geduckt der schwarz gekleidete Mörder davon, wĂ€hrend hinter ihm eine nackte, zerstĂŒckelte Frauenleiche zurĂŒckbleibt. Die nĂ€chtliche Straßenszene wird von Mondschein erhellt, ein Blumenstrauß fĂ€llt zu Boden. Grosz, der sich in seinen Werken oftmals den AbgrĂŒnden der Großstadt widmete, faszinierte das Sujet des Frauenmordes so sehr, dass er sich um 1918 sogar selbst in der Rolle des Lustmörders fotografieren ließ. Von einem SelbstportrĂ€t des KĂŒnstlers ist in John, der Frauenmörder allerdings nicht auszugehen. Vermutlich liegen dem GemĂ€lde eine literarische Vorlage oder die Geschehnisse um den Serienmörder Jack the Ripper zugrunde. Mit dem fĂŒr die Kunst der Neuen Sachlichkeit nicht ungewöhnlichen Thema des Frauenmordes wird der Konflikt zwischen den Geschlechtern thematisiert. Aufgrund der schematisierten Darstellung des Raums und der menschlichen Körper ist das Bild aber auch eine Polemik gegen ĂŒberkommene Vorstellungen von Kunst. Anna Heinze

Details zu diesem Werk

Beschriftung

Auf der RĂŒckseite signiert und datiert: Grosz November 1918

Abgenommene Klebezettel befinden sich in der Bilderakte.