MAN SON > Konkret | Pardon | Twen

Hamburger Kunsthalle · 30. Januar bis 26. April 2009

Konkret | Pardon | Twen

Der Studentenkurier, der Vorläufer der konkret, wurde 1955 von Klaus Rainer Röhl gegründet.

konkret ist eine 1957 gegründete deutsche Zeitschrift, die – mit einer Unterbrechung Anfang der 1970er Jahre – bis heute erscheint. Die monatlich erscheinende „Zeitschrift für Politik und Kultur“ vertritt weit links angesiedelte Positionen; während sie selbst sich als „einzige linke Publikumszeitschrift Deutschlands“ versteht, wird sie vom Verfassungsschutz dem „undogmatischen Linksextremismus“ zugeordnet. Viele Autoren vertreten zudem explizit antideutsche Standpunkte.
Ulrike Meinhof arbeitete von 1959 bis 1969 für die linke Zeitschrift konkret, bei der sie von 1960 bis 1964 Chefredakteurin war. In dieser Zeit wurde sie eine Symbolfigur der deutschen Linken, die an zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen und Demonstrationen teilnahm.

pardon war eine deutschsprachige literarisch-satirische Zeitschrift, die von 1962 bis 1982 erschien. Markenzeichen von pardon war F. K. Waechters Teufelchen, das seine Melone lupft. Ziel war es, seit der ersten Ausgabe im September 1962 etwas Farbe in die graue Adenauer-Ära zu bringen und für ein kritisches Klima zu sorgen. Eine Wiederbelebung der pardon von 2004 bis 2007 blieb erfolglos.

twen war eine Jugendzeitschrift, die von 1959 bis 1971 monatlich in der Bundesrepublik Deutschland erschien.
Optisch war die Zeitschrift geprägt durch aufwendige Fotostrecken und (bis Ende 1970) das sehr eigene, ästhetisierende Graphikdesign von Willy Fleckhaus. Inhaltlich ging es vor allem um Lifestyle-Themen wie Mode, Musik und Urlaub und um Sexualität und Partnerschaft. In twen erschienen bereits in den frühen 60er Jahren Artikel, die sich für eine Enttabuisierung von vorehelichem Sex sowie von Homosexualität aussprachen. Die Zeitschrift hatte insofern in der Bundesrepublik eine Vorreiterrolle für die sexuelle Revolution. Zum bekanntesten Twen-Model dieser Zeit sollte Uschi Obermaier werden.

Auch politische Themen wie die verdrängte NS-Vergangenheit oder die Studentenbewegung kamen im Heft vor. Es gab dabei eine linksliberale Grundtendenz und auch Überschneidungen mit dem Autorenmilieu von konkret und pardon. twen kann von daher auch zum publizistischen Umfeld der „68er“-Bewegung im weiteren Sinne gezählt werden.

 

Links:
http://de.wikipedia.org/wiki/Konkret_(Zeitschrift)
http://brd-ddr.suite101.de/article.cfm/konkret_steckt_in_der_nische_fest
http://www.pardon-magazin.de/

Quellen
http://www.konkret-verlage.de/kvv/kvv.php
Versionen/Autoren: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Konkret_(Zeitschrift)&action=history

http://de.wikipedia.org/wiki/Pardon_(Zeitschrift)
Versionen/Autoren: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Pardon_(Zeitschrift)&action=history

http://de.wikipedia.org/wiki/Twen_(Zeitschrift)
Versionen/Autoren: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Twen_(Zeitschrift)&action=history

http://www.dhm.de/ausstellungen/lebensstationen/4_50.htm (Abbildung Twen)

 

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