MAN SON > FLQ

Hamburger Kunsthalle · 30. Januar bis 26. April 2009

Front de libération du Québec

Die Front de libération du Québec (dt. Front für die Befreiung Québecs), allgemein unter ihrer Abkürzung FLQ bekannt, war eine linksextremistisch-nationalistische Terrororganisation, die von 1963 bis 1970 in der kanadischen Provinz Québec aktiv war. Sie verübte mehr als 200 – meist gegen Vertreter des englischsprachigen Bevölkerungsteils in Montréal gerichtete – Anschläge und war für den Tod von mindestens fünf Personen verantwortlich. Die FLQ strebte ein marxistisches und von Kanada unabhängiges Québec an. Die Terrorwelle gipfelte 1970 in der Oktoberkrise, als die FLQ einen britischen Diplomaten und wenig später den Vizepremier Québecs entführte, den die Polizei erdrosselt auffand. Die Bundesregierung verhängte den Ausnahmezustand und setzte die Armee zur Beruhigung der Lage ein. Diese Maßnahme sowie verdeckte Operationen führten zur Zerschlagung der FLQ, die beabsichtigt hatte, mit gewalttätiger Propaganda der Tat die Initialzündung für einen revolutionären Arbeiteraufstand zu liefern.

1968 gründete sich eine fünfte FLQ-Gruppierung, die im Verlaufe eines Jahres 52 Bomben legte und ein neues Manifest mit dem Titel La Victoire („der Sieg“) veröffentlichte. Ein Anschlag auf die Börse von Montréal am 13. Februar 1969 richtete großen Sachschaden an und verletzte 27 Personen. Sämtliche Mitglieder dieser Gruppe konnten bis Mai 1969 verhaftet werden. Mit Hilfe von Geheimdienstinformationen verhinderte die RCMP 1969 Ausschreitungen von Studenten an der McGill University. Daraufhin bildete sich zwei weitere FLQ-Gruppierungen, die Zellen Libération und Chénier. Sie kauften drei Häuser, beschafften sich Ausrüstung und planten das weitere gemeinsame Vorgehen.

 

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Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Front_de_lib%C3%A9ration_du_Qu%C3%A9bec
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