MAN SON > My Lai

Hamburger Kunsthalle · 30. Januar bis 26. April 2009

Massaker von My Lai

Mauer der Schweigens, Vietnam, März 1968, erster Bericht im Life Magazin am 5.12.1969

My LaiVertuschung

Unmittelbar nach dem Verbrechen versuchten führende Offiziere, das Massaker zu vertuschen. Als Hauptmann Ernest Medina am 15. März 1968 die Einheiten der Task Force Barker auf die am nächsten Tag anstehende Operation in der Provinz Quang Ngai einstimmte, sprach er verharmlosend vom „Ausflug nach Pinkville“, so der Army-Spitzname für My Lai, bei dem es darauf ankomme, seinen „gesunden Menschenverstand“ zu gebrauchen und ein Gebiet zu säubern, „in dem Charly nichts verloren hat“.
Nach offizieller Darstellung waren in My Lai rund 20 Zivilisten im Rahmen von Kampfhandlungen gegen den Vietcong unbeabsichtigt ums Leben gekommen.

My LaiÖffentliches Bekanntwerden

Die Mauer des Schweigens hielt 18 Monate, erst dann wurde das Massaker von My Lai in der Öffentlichkeit bekannt. Am 5. Dezember 1969 erschien im Life-Magazin ein ausführlicher Artikel über das Massaker. Anschließend berichteten auch Newsweek und das Time-Magazin über den Vorfall. Die Weltöffentlichkeit reagierte schockiert. Nur vier Soldaten wurden vor ein Militärgericht gestellt. Lediglich der befehlshabende Offizier Calley wurde von einem Gericht am 31. März 1971 zu lebenslanger Haft verurteilt, die aber durch US-Präsident Richard Nixon bereits am darauffolgenden Tag in Hausarrest umgewandelt wurde, ehe er ihn 1974 vollends My Laibegnadigte.

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Links
Focus
Der Spiegel
Der Tagespiegel

 

 

Photo taken by United States Army photographer Ronald L. Haeberle on March 16, 1968

 

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_von_My_Lai
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