Massaker von My Lai
Mauer der Schweigens, Vietnam, März 1968, erster Bericht im Life Magazin am 5.12.1969
Vertuschung
Unmittelbar nach dem Verbrechen versuchten führende Offiziere, das
Massaker zu vertuschen. Als Hauptmann
Ernest
Medina am 15. März 1968 die Einheiten der Task Force Barker auf
die am nächsten Tag anstehende Operation in der Provinz Quang Ngai einstimmte,
sprach er verharmlosend vom „Ausflug nach Pinkville“, so der
Army-Spitzname für My Lai, bei dem es darauf ankomme, seinen „gesunden
Menschenverstand“ zu gebrauchen und ein Gebiet zu säubern, „in
dem Charly nichts verloren hat“.
Nach offizieller Darstellung waren in My Lai rund 20 Zivilisten im Rahmen
von Kampfhandlungen gegen den Vietcong unbeabsichtigt ums Leben gekommen.
Öffentliches Bekanntwerden
Die Mauer des Schweigens hielt 18 Monate, erst dann wurde das Massaker von
My Lai in der Öffentlichkeit bekannt. Am 5. Dezember 1969 erschien im
Life-Magazin ein
ausführlicher Artikel über das Massaker. Anschließend berichteten
auch
Newsweek und
das
Time-Magazin über
den Vorfall. Die Weltöffentlichkeit reagierte schockiert. Nur vier Soldaten
wurden vor ein Militärgericht gestellt.
Lediglich der befehlshabende Offizier Calley wurde von einem Gericht am 31.
März 1971 zu lebenslanger Haft verurteilt, die aber durch US-Präsident
Richard
Nixon bereits am darauffolgenden Tag in Hausarrest umgewandelt
wurde, ehe er ihn 1974 vollends

begnadigte.
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Links
Focus
Der Spiegel
Der
Tagespiegel
Photo taken by United States Army photographer Ronald L. Haeberle on March
16, 1968
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_von_My_Lai
Versionen/Autoren: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Massaker_von_My_Lai&action=history
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