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Hamburger Kunsthalle • 30. Januar bis 26. April 2009

 

Günter Zint

Fulda 1941 – lebt in Hamburg / based in Hamburg

 

1966 Gründung der PAN-Foto-Agentur
1968/1969 Gründung der St. Pauli Nachrichten
1986 erste Ausstellung des Stadtteilmuseums im Eros-Center, Hamburg-St. Pauli
1991 Stadtteilmuseum, Hamburg-Sankt Pauli

Publikationen (Auswahl) / publications (selection):
Atomkraft. Fotodokumente vom „Bürgerdialog“ um Atomenergie, Fischerhude 1979.
Gegen den Atomstaat. 300 Fotodokumente, Frankfurt am Main 1982.
Mit Günter Handlögten, Inge Kramer: Die weiße Taube flog für immer davon. Ein St.-Pauli-Bilderbuch, Reinbek bei Hamburg 1984.
Mit Klaus Martens: Große Freiheit 39. Vom Beat zum Bums. Heyne, München 1987.
ZINTSTOFF. 50 Jahre DEUTSCHE GESCHICHTE Fotos von Günter ZINT mit einem Vorwort von Günter Wallraff, Petersberg 2007.

Ausstellungen (Auswahl) / shows (selection):
2007 Günter Zint: Die wilden 60er Jahre - Jugend und Aufbruch, Oldenburger Landesmuseum
2007 Der Fotograf Günter Zint, Vonderau Museum, Fulda
2007 Fotografien von Günter Zint, U-Bahn-Galerie des Haus der Geschichte, Bonn

 

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Zintstoff, 2008

69 Fotografien, 21 x 29 cm
Courtesy Künstler / artist

Günter Zint ist seit 50 Jahren Fotograf im Szene und Underground-Milieu von Hamburg. Er war 1968 Mitbegründer der „St. Pauli-Nachrichten“, einem provokativen Lokalblatt im Freigeist der 68er, das er später aber wieder verlässt. Der Kiez wird seine zweite Heimat. Er portraitiert sie, ohne sich dem Boulevard-Journalismus auszuliefern. 1991 ruft er ein Stadtteilmuseum ins Leben. Als kritischer Beobachter begleitet, dokumentiert und portraitiert Zint seit dieser Zeit die politischen Strömungen in der Bundesrepublik und der damaligen DDR. Die Anti-AKW-Bewegung gehört ebenso dazu wie die Illustration der Bücher von Günter Wallraff, Bildreportagen über Puffs, Reeperbahn und Herbertstraße sowie diverse Rockergangs und legendäre Starclub-Musiker. Überzogene staatliche Reaktionen, Fehlinterpretationen, Angriffe auf seine Person und Gerichtsprozesse waren nicht selten. Zint musste sich oft juristisch gegen Eingriffe in seine berufliche Arbeit wehren.