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Hamburger Kunsthalle • 30. Januar bis 26. April 2009

 

Susanne Weirich

Unna 1962 – lebt in Berlin / based in Berlin

 

2008-2009 Gastprofessur an der Kunsthochschule Berlin-Weissensee / Guest Professor at Kunsthochschule Berlin-Weissensee, School of Art
2001-2007 Professur an der Hochschule für bildende Künste, Hamburg / Professor at the University of Fine Arts Hamburg
1995-1997 Lehrauftrag Art Center College of Design Pasadena / Kalifornien/ lectures at Art Center College of Design Pasadena, (Ca), USA

Studium / studies:
Literaturwissenschaft an der Universität Münster / Literature and Fine Art in Munster
Kunstakademie Münster / Academy of Fine Arts, Munster

Preise und Stipendien (Auswahl) / grants and awards (selection):
2008 Medienkunstpreis des Landes Nordrhein-Westfalen /
Grant for Media Artists, Federal State of North Rhine-Westphalia
2005 Kulturstftung des Bundes für "www.enki100.net" (mit Robert Bramkamp), Halle /
German Federal Cultural Foundation, Project Funding for network www.enki100.net (with Robert Bramkamp), Halle
2000 Stipendium für Medienkunst, Edith-Russ-Haus, Oldenburg, Grant for Media Art, Edith Russ Site for Media Art, Oldenburg
1995/96 Auslandsstipendium, Berliner Senat für kulturelle Angelegenheiten, Pasadena, USA, Artist's Grant,
The Berlin Council for Cultural Affairs,

Einzelausstellungen (Auswahl) / solo exhibitions (selection):
2008 searchviews, Stadtgalerie Saarbrücken
2007 White Lies, Galerie magnusmüller, Berlin
2005 Silent Playground, Galerie müllerdechiara, Berlin
2001-2002 Die Glücksprophezeiungsmaschine, Haus der Kunst im Landesamt für Denkmalpflege, München
1999 Susanne Weirich, Kunsthaus Zürich, Schweiz

Gruppenausstellungen (Auswahl) / group shows (selection):
2007 Surréalités, CentrePasquArt, Biel/Bienne / Schweiz
2006 You Won’t Feel a Thing, Kunsthaus Dresden, Dresden / Whyspa Institute of Art, Gdansk, Polen
2006 Playback_Simulierte Wirklichkeiten, Edith Russ-Haus, Oldenburg
2004 Sommerfrische, Hamburger Kunsthalle
2003 Lautloses Irren. Ways of Worldmaking, Postbahnhof am Ostbahnhof Berlin
2002 Stories. Erzählstrukturen in der zeitgenössischen Kunst, Haus der Kunst, München
2000 ein| räumen, Arbeiten im Museum, Hamburger Kunsthalle

http://www.susanneweirich.com

 

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© 2009 VG Bild Kunst, Bonn

 

ANGELS IN CHAINS, 2008

Ton-Dia-Schau, Video, Mixed Media
Courtesy Künstler / artist

Im Bild: Angels-Girls-Band: Susan Atkins, Leslie van Houten, Patricia Krenwinkel singen : „Never say never to always“ von Charles Manson

Susanne Weirich greift aus den vielen Legenden und Geschichten, die um die medienwirksame Figur Charles Manson kreisen, das Motiv der modernen Amazone auf. Während der frühen Phase der Gerichtsverhandlungen inszenierten sich die des Mordes angeklagten Frauen Susan Atkins, Patricia Krenwinkel und Leslie van Houten an manchen Prozesstagen als eine verschworene Gang im Dienste ihres „Leaders“, der an den Taten nicht handgreiflich beteiligt war, für deren Beauftragung er allerdings, wie die drei ausführenden Frauen, zum Tode verurteilt wurde. Mit einem seiner selbst komponierten Lieder auf den Lippen, „Never Say Never to Always“, das zu einer Art Gruppen-Hymne der so genannten „Family“ wurde, zogen sie Mitte 1970 in aller Medienöffentlichkeit fröhlich singend vor Gericht.

Weirich stellt dieser Selbstinszenierung dreier böser Engel voll hedonistischer Naivität die drei guten Engel aus der Filmfabrik Hollywood gegenüber: „Charlie’s Angels“, eine international bekannte Krimiserie aus dem Jahr 1976 mit drei Filmheldinnen, die Jahrzehnte später für das Kino neu verfilmt wurde. In der jugendfreien TV-Version morden die guten Engel zwar nie, doch erhalten sie wie ferngesteuert über Lautsprecher vom unsichtbar bleibenden Charlie ihre Order.

Cast (1969/2009): Susan Atkins: Jessica Páez / Lore Wilkening. Patricia Krenwinkel: Viktoria Bisco / Traute Hochwald. Leslie van Houten: Isabelle Höpfner / Christine Jansen

Crew: Kamera: Jakobine Motz, Schnitt: Janine Dauterich, Visual Effects: Alexeji Tschernyi, Casting: Johannes Buchholz, Sascha Kölzow, Maske: Stefanie Schädlich, Kostüm: Wilma Renfordt, Ton: Charles Manson‚ Never Say Never To Always’, Requisite: Silvio Naumann, Bühnentechnik: Tobias Boner, Dirk Göken, Christian Möltner, Beratung: Robert Bramkamp, Konzept/Regie: Susanne Weirich, Produktion: BramkampWeirich GbR mit freundlicher Unterstützung aus Mitteln des Medienkunststipendiums des Landes NRW 2008

 
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Susanne Weirich: ‚Angels in Chains’, 2008

Detail: Diaprojektor (Keytrainer)
"...cause all is none, one is none, none is one... "
© Weirich 2008