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Hamburger Kunsthalle • 30. Januar bis 26. April 2009

 

Cindy Sherman

Glen Ridge / New Jersey 1954 – lebt in New York / based in NYC

 

 

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Untitled, 1991

Bedruckte Seide, gepolstert, in goldfarbenem Holzrahmen
21 x 17 x 2 cm
Edition 34/100
Leihgabe Sammlung Peter Hess

Wie ein endloser, erstickter Schrei aus plastisch gewölbtem Stoff wirkt das bunte Bild eines monströsen Kopfes, gedruckt auf wertvolle Seide. Cindy Sherman hat eine Fingerübung mit dem flächigem Abbild in räumlicher Dimension inszeniert.

Bekannt wurde sie durch ihre schwarz-weißen „Film Stills“, Selbstportraits von Mitte der 1970er Jahre mit wohl kalkulierten Standfotos für Filme, die nie gedreht wurden. Ein Standphoto ist beim Film weder ein Einzelbild, das aus dem Filmstreifen herausgeschnitten würde, noch ein Foto, das zufällig die Schauspieler im Szenenbild dokumentiert. Standfotos werden sehr sorgsam inszeniert, um eine dramaturgischen Höhepunkt oder eine gewünschte Bildatmosphäre zu vermitteln. Sherman beendete die Serie der „Film Stills“, als ihr die Klischees ausgingen. Damit gab die Künstlerin auch die Verbindung mit der photographischen Sprache der alltäglichen Bilder auf und wechselte vom Schwarz-weiß zur Farbe sowie vom kleineren zum großen Format.