Die Arbeit zählt zu der Werkgruppe der „Splashings“ (dt: spritzend) oder „Castings“ (dt: gießend), die in den Jahren 1968-1969 im Castelli Warehouse in New York ihren Ursprung nahm. Die Mehrzahl dieser Werke waren temporäre Installationen. Die Hamburger Arbeit dagegen ist auf Dauer angelegt und zugleich die größte der „Splashings“. Während der achttägigen Werkrealisation wurden über 13 Tonnen Bleischrott eingeschmolzen. Serra schleuderte das glühendheiße Metall mit einer Schöpfkelle an die Kante zwischen Wand und Boden. Beim Abkühlen und Erstarren nahm die Gussmasse sogleich Form an. Vier der nacheinander gegossenen Elemente wurden aus der Raumkante befreit, gekippt und hintereinander in den Raum gerückt. Der fünfte Riegel blieb fest im Winkel von Wand und Boden verankert. Der Titel wurde vom Künstler am 6.9.1996 festgelegt. Serra benannte im Untertitel die Mitarbeiter, die ihn unterstützt hatten.
Das unverrückbare „Casting“ ist ein Memento der ästhetischen Experimente um 1969.