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Hamburger Kunsthalle • 30. Januar bis 26. April 2009

 

Dennis Scholl

Hünfeld 1980 – lebt in Hamburg / based in Hamburg

 

Studium / studies:
Hochschule für bildende Künste, Hamburg / Academy of Fine Arts, Hamburg

Preise und Stipendien (Auswahl) / awards and grants (selection):
2007 Hans-Günther-Baass Stipendium / stipendiate of Hans-Günther-Baass foundation
2008 Herbert Zapp Preis / award Herbert-Zapp

Einzelausstellungen (Auswahl) / solo exhibitions (selection):
2008 Der Hof Meines Kranken, Galerie Andreas Grimm, München
2008 Frühe Erzählungen, Institut für Moderne Kunst, Nürnberg
2007 Für Immer Faltung Im Zimmer Der Tränen, Galerie Arndt & Partner, Berlin
2006 Sinthom, Galerie Grimm / Rosenfeld, New York City
2004 Fehlgeschlagene Objektbesetzung, Projektraum „Die Blaue Kugel“, Hamburg

Gruppenausstellungen (Auswahl) / group shows (selection):
2008 Drawing Now Drawing Then, Galerie Arndt & Partner, Zürich
2007 Weltempfänger, Hamburger Kunsthalle
2007 Freunde für immer, Kunstverein Bonn
2006 Schutz und Scham, COMA Galerie, Berlin
2006 Full House, Kunsthalle Mannheim
2005 gegenwärtig: Geschichtenerzähler, Hamburger Kunsthalle
2004 Get dressed for excess, Projektraum Die Blaue Kugel, Hamburg

 

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Großer Diamantfries, 2008

Bleistift auf Papier, 4 Blätter je 207 x 150 cm
Courtesy Künstler / artist

Mit akribisch feinem Strich betreibt Dennis Scholl das Zeichnen. Die Besonderheit seiner Blätter ist nicht die handwerkliche Perfektion, die er virtuos beherrscht, sondern darüber hinaus der erkennbare Wunsch, das künstlerische Mittel der Zeichnung bis an dessen Grenzen zu treiben und die eigenen Handlungsmöglichkeiten zu erweitern. Für seine neuesten Arbeiten, die für diese Ausstellung entstanden sind, hat er ein für Zeichnungen ungewöhnlich großes Blattformat gewählt und sich thematisch der neuen Esoterik mit einem vierteiligen Fries verschrieben. Scholl erzählt Geschichten in Bildern, die ihre Betrachter durch nahezu surreale Motivcollagen anregen. Die psychedelische Zeit der Hippies und der späteren New-Age-Jünger oder die extremistischen Sektierer bieten einen üppigen Bildervorrat, aus dem er sorgsam auswählt und mit spitzem Bleistift neu kombiniert.

Scholl nutzt die Collage in einem konzeptionellen Sinne, das heißt nicht buchstäblich durch Schnitt und Klebstift, sondern in der Kombination heterogener Elemente und Bildzitate oder durch die Metamorphose verschiedener Formen. Ebenso können auf dem Papier skizzenhaft angedeutete Bereiche eigenständig neben detailliert durchgearbeiteten Details stehen bleiben, die zu der Vielfalt und Rätselhaftigkeit seiner Blätter beitragen.