Seit 2003 Film/Video-Professur an der Kunsthochschule HFG Offenbach.
Vorträge,
Publikationen. Gründungsmitglied der HFMA (Hessische
Film und Medien Akademie).
seit 1987 Film/Videokunst, Videoskulpturen, interaktive
Installationen (Raskin, Pape); A utorin, Regisseurin, Kamerafrau, Online-Editorin
arte/ZDF/3sat. ("Lost
in Music“, "Pop Odyssee“, "Fantastic Voyages", "Clubculture", "Voodoo
Transformations")
1986-90 Arbeit im Kunstraum Frigo/Radio Bellevue, Lyon,
Frankreich / worked at Frigo /Radio Bellevue, Lyon, France; Mitarbeit bei
Kunstkanal, EMAN (European Media Art Network), Van Gogh TV, Videomagazin „ Infermental“ /
works with European Media Art Network, Van Gogh TV, “infermental”
1981-87
Performancegruppe „M. Raskin Stichting ens.“ (Andreas
Coerper, Elisabeth Fiege, Oliver Hirschbiegel, Rotraut Pape, Kai Schirmer)
/ performance group „M. Raskin Stichting ens.“
1977–1987
Experimentalfilme und Videokunst / Experimental Films, Videoart
Studium / studies
Studium der Freien Kunst an der Hochschule für B
ildende Künste, Hamburg.
Preise und Stipendien (Auswahl) / awards and grants (selection):
2001 Heinz und Gisela Friederichs Stiftung
2000 Sonderpreis der Jury des Marler
Video-Kunstpreises
1997 Medienkunstpreis der Transmediale, Berlin
1980 Grand Prix du Cinéma
Différent, Hyères, Frankreich
Ausstellungen (Auswahl) / shows (selection):
2007 Akademie der Künste
Berlin, Transmediale.07: Unfinish!
2006 ZKM | Museum für Neue Kunst & Medienmuseum,
Karlsruhe: Infermental. Video vocabulary of the 1980's
2005-2006 Kunsthalle
Budapest, ZKM Karlsruhe, Künstlerhaus Wien: Coolhunters
2001 Kunsthalle
Dominikanerkirche, Osnabrück, European Media Art Festival
2000 Werkleitz-Biennale
4: Real Work
1997 Transmediale Berlin
1993 Ausstellungshalle der BRD, Bonn
1987 documenta 8, Kassel. (M.Raskin Stichting
ens.)
1984 The Kitchen, New York; Hebbel Theater, Berlin
1983 Performance Festival
Hamburg, Kampnagel; steirischer Herbst, Graz; Centre Pompidou, Paris
1980/1981/1985
Internationale Filmfestspiele Berlin, Forum.
Die Abbildungen von zwölf fotomedizinischen Längsschnitten durch zwei menschliche Schädel hängen auf Batiktücher übertragen von der Decke. Es handelt sich um Kernspintomografien, die wie Wachszeichnungen von Hand auf die Tücher aufgebracht wurden. Sie sind auf Java, Indonesien, gefertigt worden. Die abstrakten Gestalten mit Kopf und Schultern sind von traditionellen Batikmustern und Ornamenten umgeben. Die Stoffe ihrerseits wurden in mehreren Durchgängen mit den Pflanzenfarbstoffen Indigo und rotbraunem Soga getränkt und eingefärbt. Durch die Fertigungstechnik und ihre Motive erscheinen die Tücher wie gesättigt von Geschichte. Denn auf Java wurde 1891 eine Schädeldecke entdeckt, die Rückschlüsse auf einen „Homo erectus“ zuließ, den so genannten Java-Menschen, dessen Alter auf 500.000 Jahre geschätzt wurde.
Der „Headroom“ von Rotraut Pape gibt je im Wechsel die Batikzeichnung eines Männerkopfes und die einer Frau wieder. Die Innenansichten der Kopfgestalten sind hintereinander aufgereiht, ähnlich den Schichtaufnahmen der Tomografie. Pape interessiert sich für starke Gegensätze und eine innere Form, die in einer äußeren Gestalt zum Ausdruck kommt. Sie begann mit der tomografischen Durchleuchtung von präpariertem Obst und Gemüse und widmete sich dann in aller Konsequenz dem (eigenen) menschlichen Schädel, der die „Ambivalenz der Extreme“ überhaupt erst denken lässt.