MAN SON > Katalog > Aurelia Mihai

Hamburger Kunsthalle • 30. Januar bis 26. April 2009

 

Aurelia Mihai

Bukarest / Rumänien 1968 - lebt in Hamburg / based in Hamburg

 

Studium / studies:
Art Academy, Bukarest
Kunstakademie, Düsseldorf / Academy of Fine Arts, Duesseldorf
Kunsthochschule für Medien, Köln / Academy of Media Arts, Cologne

Preise und Stipendien (Auswahl) / awards and grants (selection):
2007 Villa Massimo, Deutsche Akademie, Rom / stipendiate Villa Massimo, Rome
2005 Hamburger Arbeitsstipendium für Bildende Kunst
2001 Stipendium des KunstSalon (Villa Aurora), Los Angeles, USA

Einzelausstellungen (Auswahl) / solo exhibitions (selection):
2008 Galerie Anita Beckers, Frankfurt
2007 Museum Goch
2003 Galerie Gaby Kraushaar, Düsseldorf
1998 Kunsthalle Bremen

Gruppenausstellungen (Auswahl) / group shows (selection):
2008 Social Cooking Romania, NGBK, Berlin
2008 Periferic 8: Art as Gift, Biennial for Contemporary Art, Iasi, Rumänien
2008 „Traces“ Robert Else Gallery, Sacramento, Kalifornien, USA
2007 To Be Continued 1, Galerie Anita Beckers, Frankfurt
2006 Traveling light Chelsea Art Museum, New York
2005 Screen Spirit, Städtische Galerie im Buntentor, Bremen
2004 Sommerfrische. Künstlervideos mit Esprit, Hamburger Kunsthalle
1999 dis.location, hartware medien kunst verein, Dortmund

 

vergrößernvergrößern

vergrößern

vergrößern

vergrößern

vergrößern

vergrößern

vergrößern

 

CINEMATOGRAFUL ROSU / Rotes Kino

HDDV, Farbe, Ton, ca. 10 Min.
Courtesy Künstler / artist
Mit freundlicher Unterstützung des Ernst-Deutsch-Theaters, Hamburg
Patriotische Gesellschaft von 1765, Hamburg
Juliane Luster, Deutsches Schauspielhaus, Hamburg
Guido Lutz, Hamburg

 

Rolle/ Position: Besetzung

Gräfin/ Patientin: Irene Kugler
Krankenschwester: Monique Schwitter
Diener: Sebastian Haffke
5 Mädchen: Alma Gildenast, Hanna Gooßes, Inka Jankowski, Nathalie Parsa, Susanna Swierk
           

Kamera: Donat Schilling, Apostolos Zamanis
Ober-Beleuchter: Ulli Hüppe
Beleuchter: Kai Stegenga
Bühnentechnik: Robert Lehner
Assistenz Bühnentechnik: Janine Arnold
Beratung Bühnentechnik: Stephanie Pech
Maske: Sara Baylan, Nicole Koslowski, Angela Nabblah
Ton: Tilo Burmeister
Standfotografie: Michael Eikel
Sprachaufnahme: Alex Grigoras
Übersetzer: Michael Astner
Sprecher/ Radio: Florin Mircea
Regieassistenz: Katrin Sahner
Organisation: Dorothea Ladek

Drehbuch/ Regie/ Schnitt: Aurelia Mihai  

Die aus Rumänien stammende Künstlerin Aurelia Mihai begann zu recherchieren, ob hinter dem eisernen Vorhang über die Morde in Hollywood vom 9. und 11. August 1969 berichtet wurde. Sie stieß auf kurze Meldungen in der Zeitung „Romania Libera“ und in den Radionachrichten. Die Berichterstattung diesseits und jenseits des eisernen Vorhangs war sehr unterschiedlich.

Das Ergebnis dieser Recherche wird Ausgangspunkt für ihren Film. Sie baut ihn als eine Parallelerzählung auf, der an zwei verschiedenen Orten spielt und mit einem Zeitsprung zwischen den Jahren 1610 und 1969 versehen wird. Die eine Figur, die ungarische Gräfin Elisabeth Báthory, war der historischen Legende nach eine in ihrer Zeit bekannte Massenmörderin und galt als das weibliche Pendant zum transsilvanischen Mythos von Dracula. Sie soll in Jungfrauenblut gebadet haben. Mihai stellt dieser szenischen Erzählung eine andere Figur aus der Zeit um 1969 gegenüber, in der in Rumänien strenges Abtreibungsverbot herrschte. Die Hauptfigur wird in beiden Filmsequenzen von derselben Frau gespielt. Die eine Szene zeigt einen mittelalterlichen Gewölbekeller, in dem fünf gefangene Jungfrauen kopfüber von der Decke hängen und gemustert werden. Die andere Szene ereignet sich in einer psychiatrischen Anstalt kurz vor einer verbotenen Abtreibung durch eine Krankenschwester. Im Hintergrund berichtet ein Radio über das Manson-Massaker in Los Angeles.

Dank an das großartige Team: ohne Euch hätte das Projekt nicht realisiert werden können.            

Aurelia Mihai bedankt sich für die freundliche und großzügige Unterstützung:

bei MBF Hamburg Filmtechnik GmbH für das umfangreiche technische Equipment

bei Juliane Luster vom Deutschen Schauspielhaus, Hamburg, für die hilfreichen Kontakte

beim Ernst Deutsch Theater für die außergewöhnlichen Kostüme

bei Guido Lutz, Hamburg, für die Ausstattung der Maskenbildnerinnen

bei der Patriotischen Gesellschaft von 1765 für die außergewöhnliche Location

bei Constanta Mihai für die Vorbereitung der rumänischen Requisiten.