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Hamburger Kunsthalle • 30. Januar bis 26. April 2009

 

Sigalit Landau

Jerusalem 1969 – lebt in Tel Aviv / based in Tel Aviv

 

Studium / studies:
Bezalel Academy of Art, Jerusalem
Cooper Union School of Art and Design, New York City

Preise und Stipendien (Auswahl) / awards and grants (selection):
2004 The Beatrice S. Kolliner for a Young Israeli Artist, Israel Museum, Jerusalem
2004 The Nathan Gottesdiener Foundation Israeli Art Award, Tel Aviv Museum
1999 ArtAngel/Times commissions 2000 competition, London

Einzelausstellungen (Auswahl) / solo exhibitions (selection):
2008 Barbed Hula, Stiftelsen 3,14 Bergen
2006 Sigalit Landau, SHERMAN GALLERIES Paddington, Sydney
2005 The Endless Solution, Tel Aviv Museum of Art
2000 Somnambulin, Spacex Gallery, Exeter

Gruppenausstellungen (Auswahl) / group shows (selection):
2008 Real Time: Art in Israel 1998–2008, Israel Museum, Jerusalem
2007 Global Feminisms, Brooklyn Museum of Modern Art, Brooklyn / New York
2007 INTO ME/OUT OF ME, Kunst-Werke, Berlin
2004 Die Zehn Gebote, Deutsches Hygiene-Museum, Dresden
2005 handlungsanweisungen, Kunsthalle Wien
1997 documenta 10, Kassel

 

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Barbed Hula, 2001

DVD, Farbe, Ton, 2 Min.
Courtesy Privatsammlung, Celle / private collection, Celle

Rock my Religion: Eine junge nackte Frau tanzt Hula-Hoop mit einem Reifen aus Stacheldraht. Die Szene ereignete sich an einem Strand bei Tel Aviv. Sigalit Landau verbindet durch ihre Performance in der Tradition der so genannten Body Art der frühen 1970er Jahre widersprüchliche Bedeutungen zu einem einprägsamen, zweischneidigen Bild. Sie lässt ebenso an die Hüftbewegung der profanen Rock ’n’-Roll-Tanzfigur denken wie an religiöse Rituale der Selbstgeißelung. Auf der Grenze zwischen Wasser und Land enthält der allseitig messerscharfe Stacheldraht auch zeichenhafte Anspielungen auf territoriale Landnahme, auf Grenzübergänge, Lagerbefestigungen, auf Schutz vor Gefahr wie Abwehr von Annäherung. Landau fasst in der besonderen Situation des Nahen Ostens die kulturellen, vom Menschen geschaffenen Grenzen mit den natürlichen Grenzübergängen von Wasser und Land in einer Einstellung zusammen. Der Schmerz des Individuums überträgt sich in die Beschreibung der scheinbaren Ausweglosigkeit sowohl einer politischen Lage als auch einer existenziellen Situation.

Sigalit Landau erfindet eine audiovisuelle Metapher für eine scheinbar ausweglose Situation.