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Hamburger Kunsthalle • 30. Januar bis 26. April 2009

 

Thomas Kunzmann

München 1957 – lebt in Berlin / based in Berlin

 

Einzelausstellungen (Auswahl) / solo exhibitions (selection):
2008 ISAF, Stargarden, Berlin
2002 The Natural Sculpture, National Museum, Riga
1992 Perpetrator Memorial, Manege, St. Petersburg
1990 Warming House, Künstlerhaus Bethanien, Berlin
1989 Avantgarde Export, Kunstverein in Hambur

Gruppenausstellungen (Auswahl) / group shows (selection):
2001 Snowflakeship.com, Abraham Lubelsky Gallery, New York City
1995 Soft Weapons & High Tech Fruits, Städtische Galerie, Kiel
1994 Elegant Disaster Design, Kunsthalle Prag
1990 Elefantenhochzeit, Künstlerhaus Bethanien, Berlin
1989 Hamburg Projekt, Kunst im öffentlichen Raum, Hamburg

http://www.thomas-kunzmann.info

 

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killer powered by pop, 2008

videoclip, 44 sec, keine Relativierung, keine Verharmlosung, keine Vertuschung
Courtesy Künstler

Mit seinem kurzen Videoclip stellt Thomas Kunzmann zwei Figuren nebeneinander, die in der Ausstellung nur am Rande auftauchen, aber eine wichtige Rolle spielen: Charles Manson, der Titelgeber, und Andreas Baader, der Mitbegründer der Roten Armee Fraktion. Beide wurden wegen krimineller bzw. terroristischer Aktivitäten verurteilt, der letztere starb 1977 im Gefängnis, der andere sitzt bis heute im Hochsicherheitstrakt von Corcoran, Kalifornien, ein.

Kunzmanns Video bezieht klare Position gegen die vereinfachende Mythisierung vermeintlicher Helden des Untergrunds. Pop erscheint wie eine Maschine, die Selbst-Stilisierung befeuert und ihre Fangemeinden verheizt. Ihn interessiert in diesem Zusammenhang aber weniger das bereits vielfach analysierte Pop-Phänomen als d ie unpopulären Instrumente und Institutionen zur Aufrechterhaltung öffentlicher Ordnung, um die Verhältnisse aus seiner Perspektive zurecht zu rücken. So erklärt sich der Titelzusatz „keine Relativierung, keine Verharmlosung, keine Vertuschung“.