Diese Rauminstallation entwickelte Kabakov speziell für die Hamburger Kunsthalle. Aus den Lautsprechern ertönt Musik von C. W. Gluck (Reigen seliger Geist) und J. S. Bach (Violinkonzert Nr.1). Im Flur der Krankenstation ist die Therapiemethode des angeblichen Medizinnobelpreisträgers I. D. Lunkov nebst Sprechstunden angeschlagen. Die Referenz für die Arbeit ist ein Traktat von Leon Battista Alberti, der Fiebernden den Anblick von Wasserlandschaften empfahl.
Im aktuellen Kontext dieser Ausstellung sei zusätzlich darauf hingewiesen, dass Heilung durch kreative Arbeit auch in Gefängnissen praktiziert wird, um Strafgefangene bei der Resozialisation zu unterstützen. Susan Atkins beispielsweise, eine der zu lebenslanger Haft verurteilten Mörderinnen der so genannten Manson-Family, hat häufig in ihrer Zelle gemalt.