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Hamburger Kunsthalle • 30. Januar bis 26. April 2009

 

Karin Missy Paule

Mainz 1971 – lebt in Hamburg /based in Hamburg

 

seit 2005 Mitglied der Künstlergruppe feld für kunst e.V.

Studium / studies:
Hochschule für bildende Künste, Hamburg
École Supérieure des Beaux Arts, Marseille

Preise und Stipendien (Auswahl) / awards and grants (selection):
2008 Cité Internationale des Arts, Paris
2003 Stipendium des DAAD, Brasilien
2002 Arbeitsstipendium der Stadt Hamburg

Ausstellungen (Auswahl) / group shows (selection):
2008 Triennale der Fotografie, Hamburg
2007 Realisierung eines Mahnmals, Talmud Tora Schule Hamburg
2006 Stile der Stadt. Kunst und Konsumarchitektur, Hamburg
2006 Haunted, Feld für Kunst, Hamburg
2005 IKOB, Museum für zeitgenössische Kunst Eupen, Belgien
2002 Blickdichterinnen, Schloss Agathenburg
2001 Aux Voyageurs, Rennes
1998 The Royal Chamber, Break 21, Ljubljana

 

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© 2009 VG Bild Kunst, Bonn

 

my family oder...so Kleinigkeiten, die nicht wirklich radikal sind, 2009

Leuchtkasten, Fotografie, DVD, Audio Soundtrack, Sofa
Courtesy Künstlerin / artist

„Ich war am meisten dagegen und bin letztendlich am längsten geblieben.“ Dies ist eine der Aussagen, mit der sich Missy Paule auf eine Reise in ihre Vergangenheit begibt. Aufgewachsen in einer Familie, die Anfang der 1970er Jahre ein Kommuneleben führte, hat sie mit eigenen Angehörigen und Freundinnen über biographische Erlebnisse gesprochen. Ausgehend von einem Erinnerungsfoto, das sie selbst, ihre Eltern und ihre Schwester vertraut beisammen zeigt, inszeniert Karin Missy Paule für die Museumsbesucher eine familiär-intime Atmosphäre. Sie können auf einem Sofa Platz nehmen, das Leuchtbild anschauen und Zitaten von Äußerungen einiger Gesprächspartner lauschen oder auf den Bildschirmen rechts und links die Untertitel der Klanginstallation verfolgen. Der Ton, den man hört, kommt von hinten. Dies ist der klassischen Situation auf der psychoanalytischen Couch nach empfunden, die den Analytiker im Rücken des Analysanden platziert.

Die familiäre Struktur hat bekanntlich prägende Auswirkungen auf die Entwicklung einer Persönlichkeit. Karin Missy Paule beschäftigt sich mit der eigenen Familie im Kontext einer Ausstellung, die mit der so genannten „Manson-Family“ ein extremes Aussteigermodell und dessen Scheitern zum Thema hat.