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Hamburger Kunsthalle • 30. Januar bis 26. April 2009

 

Dan Graham

Urbana / Illinois 1945 – lebt in New York City

 

 

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Rock My Religion, 1982-1984

Farbe und S/W, Ton, NTSC, U-Matic übertragen auf DVD, 55:27 Min.
Musik: Glenn Branca, Sonic Youth
Sound: Ian Murray, Wharton Tiers
Erzähler: Johanna Cypis, Dan Graham
Schnitt: Matt Danowski, Derek Graham, Ian Murray, Tony Oursler
Produziert von Dan Graham und dem Moderna Museet Stockholm.
Hamburger Kunsthalle

Der Videoessay von Dan Graham entwickelt in einer komplexen Collage aus Text, Film, Video-Footage und Konzertperformances einen Zusammenhang zwischen Religion und Rockmusik für die Jugendkulturen im Amerika der Nachkriegszeit. Ausgehend von den Shaker-Gemeinden in den USA interpretiert Graham die gemeinschaftlichen Tanzformen von Rock ’n’ Roll bis Punk und Pogo als kathartische Rituale mit formalen Rückbezügen auf Trancepraktiken bei den Rundtänzen der Shaker, einer religiösen Sekte aus England, die ab 1774 in den USA Fuß fasste. Graham stellt einen Zusammenhang zwischen der Enttabuisierung von Sex und Musik mit der Kommerzialisierung von Jugendkultur in den 1950er bis 1970er Jahren her und zeigt die religiösen Wurzeln im Musikbusiness auf, die von einer Sehnsucht nach Transzendenz in der Rockmusik beantwortet wird. Das Script zu „Rock My Religion“ wurde erstmals 1982 publiziert als der Essay „My Religion“ und in den folgenden Jahren mehrfach überarbeitet.

 

 
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Three Linked Cubes / Interior Design for Space Showing Video Tapes, 1986/87

Glas, Holz, je 237 x 157 x 7 cm
Hamburger Kunsthalle

Der Pavillon „Three Linked Cubes / Interior Design For Space Showing Videos“ von dem amerikanischen Künstler Dan Graham ist eine Architektur in der Architektur. Sie besteht aus neun, in massivem Holz gerahmten Glaswänden, von denen fünf doppelseitig verspiegelt sind und vier aus klarem Glas bestehen. Die mittlere Zelle ist nicht überdacht, die beiden äußeren Zellen sind von je einer verspiegelten und einer transparenten Scheibe bedeckt. Aus wechselnd verspiegelten und transparenten Glaspaneelen hat der Künstler ein System von Nischen gebildet, in denen vier Videomonitore bereitstehen. Sitzkissen laden zum Verweilen ein.

In dem Videopavillon „Three Linked Cubes“ vervielfachen sich Videobilder, man spiegelt sich selbst und in den Glaswänden entstehen Bilder von Besuchern anderer Kojen. Für Dan Graham ist diese Arbeit ein optisches Kunstwerk im funktionalen Design, das sowohl die Videobilder als auch das Verhalten der Zuschauer ausstellt.