Ein mittelalterliches Andachtsbild ist der älteste kunstgeschichtliche Bezugspunkt der Ausstellung. Ein Andachtsbild ist häufig von kleinerem Format und appelliert an die Gefühle des Betrachters. Vor den Grundfarben Rot (im Purpurmantel), Grün (im Brokatvorhang) und Blau (im Gewand der Engel und der Himmelssphäre) ist Christus als Halbfigur zu sehen. Zwei Engel am unteren Bildrand tragen Lilie und Flammenschwert. Drei weitere halten das Gewand und das Himmelstuch. Meister Francke zeigt das religiöse Motiv der Passion als Tod und Leben zugleich. Der dornengekrönte Christus weist seine blutenden Wundmale vor. Sein schmerzgeneigter Kopf mit halb gesenkten Lidern ist ein Hinweis auf leibhaftiges Leiden und die blutende Seitenwunde gilt als Zeichen des eingetretenen Todes. Solch eine Interpretation des klassischen Motivs als „Leidender und Auferstandener in einer Gestalt ist ... ohne Vorbild“ (H. R. Leppien).
In enger Verbindung mit der Passion steht die biblische Bezeichnung des so genannten „Menschensohn“, mit dem Jesus Christus gemeint war. Die andere Schreibweise im Titel der Ausstellung geht auf Charles Manson zurück, der sich selbst als „Man Son“ wie eine Reinkarnation als satanischer Welterlöser bezeichnete.