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Hamburger Kunsthalle • 30. Januar bis 26. April 2009

 

Max Beckmann

Leipzig 1894– 1950 New York

 

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© 2009 VG Bild Kunst, Bonn

Adam und Eva, 1936

Gips, 87 x 35,5 x 40 cm

Hamburger Kunsthalle, Leihgabe aus einer Privatsammlung

Adam thront götzengleich, von der Schlange wie gefesselt umschlungen mit leicht geöffnetem Mund. In seiner Rechten hält er eine winzige Evafigur dicht gepresst an die Rippen seiner Brust. Die Schlange windet sich zwischen seinen Beinen über den Rücken und kriecht über seine rechte Schulter. Der Moment göttlicher Schöpfung und die Verführung durch Satans Schlange werden in einer Skulptur zusammen gebracht. „Adam und Eva“ zeigt ein Werk mit traditionsbehafteter Ikonographie in neuem Licht.

Beckmann beginnt als Fünfzigjähriger, sich mit der Gattung der Skulptur auseinander zu setzen. Mitte der 1930er Jahre entstehen in Berlin fünf Skulpturen. Sie zeichnen sich durch kraftvolle und kompakte Körperbildung aus. 1937 nimmt Beckmann alle seine Skulpturen ins Exil nach Amsterdam mit. Sie begleiten ihn auch auf seiner Ausreise in die Vereinigten Staaten 1947.