Soirée & Salon / Die Poesie der venezianischen Malerei

Lieto e pensoso

Freudige und nachdenkliche Lieder und Lautenwerke aus dem Venedig des 16. Jahrhunderts

Teilnahme 15 € regulär, 10 € ermäßigt und Mitglieder der Freundeskreise
Ort: in der Ausstellung "Die Poesie der venezianischen Malerei"
Mit Joachim Held, Laute / Bettina Pahn, Sopran
Programm: Kompositionen von Bartolomeo Tromboncino, Domenico Bianchini, Phillippe Verdelotto, Joanambrosio Dalza und anderen.

„La Serenissima“ („Die Durchlauchtigste“) wie Venedig auch genannt wurde, war im 15. und 16. Jahrhundert eine Stadt herausragender wirtschaftlicher Bedeutung. Sie profitierte vom Handel mit Luxuswaren, Gewürzen, Salz und Weizen und war ein wichtiges Finanzzentrum. Dass sich diese Attraktivität auch auf die Künste auswirkte, zeigt exemplarisch die aktuelle Ausstellung der Hamburger Kunsthalle über die „Poesie der venezianischen Malerei“ mit Werken von Paris Bordone, Palma il Vecchio, Lorenzo Lotto und Tizian.

Auf dem Feld der Musik spielte im Venedig jener Zeit nicht von ungefähr die Laute als Instrument der „nobiltà“, des Adels, eine herausragende Rolle. Venedig war das Zentrum italienischer Lautenbaukunst, und die ersten wichtigen Lautenbücher Italiens stammen von dort. Die allerersten Musikdrucke für das Instrument sind in Venedig durch den Drucker Ottavio Petrucci mit Kompositionen u.a. von Francesco Spinacino und Joanambrosio Dalza 1507/08 entstanden. Bald danach wurden Bücher mit Frottolen – frühen Madrigalen – für Sopran und Laute von Bartolomeo Tromboncino und Marchetto Cara in Venedig gedruckt. Die Sopranstimme ist in diesen Kompositionen mit teilweise äußerst virtuosen Diminutionen bzw. Verzierungen versehen („in canto figurato“), die höchste technische Fertigkeiten von den Sängerinnen verlangten.

Bei der Soiree & Salon am 5. Mai entführen die international bekannten Solisten Joachim Held (Laute) und Bettina Pahn (Sopran) in ihrem Programm „Lieto e pensoso“ das Publikum in die faszinierende und heute fast völlig vergessene Welt der venezianischen Miniaturen. Eine Kurzführung durch die Ausstellung „Die Poesie der venezianischen Malerei“ rundet den Abend ab.

PROGRAMM:

• ab 18:15 Uhr Einlass am Kunsthallen-Eingang; Café Liebermann bis 19:00 Uhr geöffnet
• 18:50 Uhr: Begrüßung durch Prof. Dr. Vogtherr und Dr. Stefan Brandt
• ab 19:00 Uhr: Konzert von Joachim Held und Bettina Pahn in der Ausstellung „Die Poesie der venezianischen Malerei“
• ca. 19:45 Uhr: Kurzführung durch die Ausstellung
• Ende des Konzertes ca. 20:30 Uhr, danach noch bis 21:00 Uhr Gelegenheit zum individuellen Besuch der Venedig-Ausstellung

Musiker_innen:

Prof. Joachim Held | Laute
• Preisträger beim Concours Musica Antiqua des Flandern-Festivals in Brügge
• Gewinn des ECHO Klassik 2006 für die beste solistische Einspielung im Bereich 17./18. Jahrhundert
• Internationale Konzerttätigkeit als Continuo-Spieler, Solist, Kammermusiker und im Duo mit der Sopranistin Bettina Pahn
• Auftritte u.a. bei den Salzburger Festspielen, beim Musikfestival Potsdam-Sanssouci, beim Internationalen Bachfest Schaffhausen, bei den Concerti a San Maurizio in Mailand, beim Schleswig-Holstein-Musikfestival, bei den Händel-Festspielen in Halle an der Saale, bei den Göttinger Händel-Festspielen und bei den Schwetzinger Festspielen
• Regelmäßige CD-Solo-Aufnahmen für das Label Hänssler Classic
• Dozent am Königlichen Konservatorium in Den Haag und Professor für Historische Lauteninstrumente an der Hochschule für Künste in Bremen

Bettina Pahn | Sopran
• Spezialistin für historisch informiertes Musizieren, Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Thomas Hengelbrock, Frieder Bernius, Pierre Cao, Peter Rundel und Patrick Peire
• Mit Ton Koopman Auftritte in der New Yorker Carnegie Hall und dem Amsterdamer Concertgebouw sowie Gastspiele bei den Göttinger Händel-Festspielen und dem Schleswig-Holstein Musik Festival
• Vier CD-Alben mit Ton Koopman zum Werk Dieterich Buxtehudes, Auszeichnung mit dem ECHO Klassik 2009
• Intensive Zusammenarbeit mit Joachim Held und der Hammerflügelspezialistin Tini Mathot, u.a. bei den Schwetzinger Festspielen, bei den Innsbrucker Festwochen für Alte Musik und beim Festival „Itineraire Baroque“ im Perigord
• CD-Aufnahmen für das Label Naxos mit Liedern der Zweiten Berliner Liederschule, mit Liedern Carl Philipp Emanuel Bachs sowie 2017 mit Vertonungen von Paul-Gerhardt-Gedichten
• 2017 erstmalige Zusammenarbeit mit Pablos Heros-Casado – Konzerte in Madrid, Granada, Murcia, Girona und Barcelona mit Monteverdis „Selva Morale e Spirituale", CD-Produktion mit dem Label harmonia mundi france

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