Johann Christian Reinhart

Ein deutscher Landschaftsmaler in Rom

26. Oktober 2012 bis 27. Januar 2013
Galerie der Gegenwart, Sockelgeschoss

Johann Christian Reinhart (1761-1847)  Ansicht des Tibers an der Quelle von Acqua Acetosa, 1808

Johann Christian Reinhart (1761-1847), Ansicht des Tibers an der Quelle von Acqua Acetosa, 1808. Öl auf Karton (auf Leinwand), 429 x 667 mm, Hamburger Kunsthalle, Dauerleihgabe der Stiftung für die Hamburger Kunstsammlungen, © SHK / Hamburger Kunsthalle / bpk, Photo: Elke Walford

 

Johann Christian Reinhart (* 1761 in Hof a. d. Saale, + 1847 in Rom) gehört zu den zentralen Künstlergestalten um 1800. In Leipzig und Dresden ließ er sich zum Künstler ausbilden, unter anderen von Adam Friedrich Oeser. Ab 1785 war er freundschaftlich mit Friedrich Schiller verbunden, und wirkte einige Jahre am Hofe Herzog Georgs I. von Sachsen-Meiningen, bevor er sich 1789 nach Rom begab, wo er bis zu seinem Tode blieb. Dort wurde er im Laufe der Jahre zu einem Mittelpunkt der deutschen Künstlerkolonie. Große Anerkennung für seine Arbeiten zeigte sich durch seine Mitgliedschaften an den Akademien in Berlin (1810), Rom (1813) und München (1830), sowie durch seine Ernennung zum Hofmaler 1839 durch Ludwig I. von Bayern. Von Anfang an konzentrierte sich Reinhart auf die Landschaftskunst. Im Laufe seines Lebens leistete er auf allen Teilgebieten dieses Genres Wesentliches und entwickelte sich zu einem ihrer bedeutendsten Vertreter überhaupt.
Die Hamburger Kunsthalle würdigt Reinharts Bedeutung für die deutsche Kunstgeschichte nun als erstes Museum mit einer umfangreichen Retrospektive. Von seinen Landschaftszeichnungen und -gemälden sowie seinen Radierungen bis hin zu bissigen Karikaturen, die für den Künstler ein Korrektiv zu seiner idealen-klassizistischen Kunst darstellten, wird ein profunder Überblick über das Gesamtschaffen Reinharts gegeben.

Die Ausstellung zeigt Werke aus dem Bestand der Hamburger Kunsthalle und Leihgaben verschiedener deutscher und internationaler Museen. Präsentiert werden über 30 Gemälde. Ein besonderes Augenmerk wird auf ca. 90 Zeichnungen und 30 Aquarelle gelegt, von denen in den letzten Jahren zahlreiche neu entdeckt wurden. Die in verschiedensten Techniken ausgeführten, brillanten und farbkräftigen Arbeiten sind hauptsächlich Wiedergaben nach der Natur, wie die Rheinaquarelle von 1787. Etwa 75 Radierungen des Künstlers runden die repräsentative Auswahl ab.


Zur Ausstellung erscheint Katalog im Hirmer Verlag mit Beiträgen von Markus Bertsch, Sophia Colditz, David Klemm, Hermann Mildenberger, Herbert W. Rott, F.Carlo Schmid, Andreas Stolzenburg und Richard Tuttle hrsg. von Herbert W. Rott und Andreas Stolzenburg in Zusammenarbeit mit F. Carlo Schmid, 400 Seiten mit 360 farbigen Abbildungen und ist für 39,90 € im Museumshop erhältlich.


Nach der Hamburger Kunsthalle wird die Ausstellung in der Neuen Pinakothek in München zu sehen sein.

Kuratoren: Dr. Andreas Stolzenburg und F. Carlo Schmid

 

  • Johann Christian Reinhart (1761-1847)  Ansicht des Tibers an der Quelle von Acqua Acetosa, 1808
    Johann Christian Reinhart (1761-1847)
    Ansicht des Tibers an der Quelle von Acqua Acetosa, 1808
  • Johann Christian Reinhart (1761-1847)  Gewitterlandschaft mit Gebirgsfluss und  Wasserfall (Der Jäger und der eingeschlafene  Fischer), 1831
    Johann Christian Reinhart (1761-1847)
    Gewitterlandschaft mit Gebirgsfluss und
    Wasserfall (Der Jäger und der eingeschlafene
    Fischer), 1831
  • Johann Christian Reinhart (1761-1847)  Landschaft mit antiken Denkmälern – Die Erfindung des korinthischen Kapitells durch  Kallimachos, 1846
    Johann Christian Reinhart (1761-1847)
    Landschaft mit antiken Denkmälern – Die Erfindung des korinthischen Kapitells durch
    Kallimachos, 1846
  • Johann Christian Reinhart (1761-1847)  Ideallandschaft mit Hirt und Ziegen, 1824
    Johann Christian Reinhart (1761-1847)
    Ideallandschaft mit Hirt und Ziegen, 1824
  • Johann Christian Reinhart (1761-1847)  Schönburg an der Saale, 1783
    Johann Christian Reinhart (1761-1847)
    Schönburg an der Saale, 1783
  • Johann Christian Reinhart (1761-1847)  Alte Olivenbäume an einer Felswand bei Ariccia, um 1809/10
    Johann Christian Reinhart (1761-1847)
    Alte Olivenbäume an einer Felswand bei Ariccia, um 1809/10

Mit freundlicher Unterstützung durch

  • Freunde der Kunsthalle e.V.
  • Dräger-Stiftung
  • strabag
  • Stiftung Ratjen
  • Tavolozza Foundation

 

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