Die Pastelle und Zeichnungen

  • Max Liebermann (1847-1935), Straßenszene aus Katwijk aan Zee, 1887
    Max Liebermann (1847-1935)
    Straßenszene aus Katwijk aan Zee, 1887
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    Max Liebermann (1847-1935), Studien zu den Polospielern,
    Zeichnung
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    Max Liebermann (1847-1935), Studien zu den Polospielern,
    Zeichnung

Von den 1890er Jahren an wird die Pastellzeichnung für Max Liebermann zu einem wichtigen Ausdrucksmittel. Dafür mag er auch Inspirationen von seinen Vorbildern empfangen haben. Beispielsweise fertigte der von ihm besonders geschätzte Edgar Degas bereits in den späten 1860er Jahren Landschaftspastelle an.

Gerade für das Arbeiten in freier Natur, dem der Künstler immer größere Bedeutung beimaß, war der Pastellstift ein geeignetes Medium, indem er einer direkten Wiedergabe des Gesehenen entgegenkam. Der Faktor der Unmittelbarkeit hat sich in den präsentierten Pastellen eindrucksvoll konserviert. Mitunter sind es lediglich einige bunte, rasch auf das Papier geworfene Striche und Flecken, die sich im Auge des Betrachters zu einem anschaulichen Bild fügen.

Max Liebermann war ein unermüdlicher Zeichner. Einerseits bereitete er seine Gemälde durch Zeichnungen gründlich vor. Nachdem er zunächst die Fixierung einzelner Figuren bzw. Details geklärt hatte – dies konnte ein langwieriger zeichnerischer Prozess sein – befasste er sich in Form von Kompositionsstudien mit der Gesamtanlage des Bildes. Andererseits hat Liebermann aber auch das, was sich ihm unmittelbar visuell aufdrängte, ins zeichnerische Medium übersetzt. Derartige spontan entstandene Skizzen beziehen kein bestimmtes Stadium innerhalb des künstlerischen Werkprozesses, sondern lassen sich als autonome Produkte fassen. Ob Bildnisse, Figurenstudien, Genreszenen oder Landschaften – Liebermann deckte die ganze Bandbreite an Bildgattungen und Themenfeldern zeichnerisch ab.

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