Das Paradies am Wannsee

  • Max Liebermann (1847 - 1935) Die Birkenallee im Wannseegarten nach Westen, 1918
    Max Liebermann (1847 - 1935)
    Die Birkenallee im Wannseegarten nach Westen, 1918
  • Max Liebermann (1847-1935) Blumenstauden im Wannseegarten, 1919
    Max Liebermann (1847-1935) Blumenstauden im Wannseegarten, 1919
  • Max Liebermann (1847-1935) Blumenstauden im Wannseegarten, 1919
    Max Liebermann (1847-1935)
    Blumenstauden im Wannseegarten, 1919

In den Jahren um 1900 findet eine neue Motivgruppe Eingang in Liebermanns OEuvre: Park- und Gartenanlagen sowie villenartige Gebäude, die in üppige Vegetation eingebettet sind. Mit dem 1909 erworbenen Grundstück am Nordufer des Großen Wannsees konnte der Künstler die Auseinandersetzung mit diesem Thema nahtlos fortsetzen und zugleich intensivieren. Im Folgejahr wurde nach Plänen des Berliner Architekten Paul Baumgarten, einem Schüler Alfred Messels, das zweigeschossige Wohnhaus errichtet, das der Künstler mit seiner Familie als Sommerresidenz nutzte.

Mit der Gestaltung der weiträumigen Anlagen betraute Liebermann den Gartenarchitekten Albert Brodersen, wobei er als Berater Alfred Lichtwark, den ersten Direktor der Hamburger Kunsthalle, gewinnen konnte. Der Komplex umfasste einen zur Straße hin gelegenen Nutzgarten, hinter dem Haus gelegene Blumenterrassen, eine Rasenfläche, die sich bis zum Seeufer erstreckte und drei auf der Nordseite befindliche Heckengärten. Über 200 Werke hat Liebermann seinem Refugium am Wannsee gewidmet, die über eine freien, expressiven malerischen Duktus verfügen und von einer impressionistischen Auffassung getragen sind. Die Bilder entfalten mitunter ein regelrechtes Feuerwerk der Farben, das von den unterschiedlichen Konstellationen an Blütenpflanzen hervorgerufen wird.

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