Gego

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29. November 2013 bis 2. März 2014
Galerie der Gegenwart, 2. Obergeschoss

Gego during installation of Reticulárea. Museo de Bellas Artes, Caracas 1969
Gego during installation of Reticulárea. Museo de Bellas Artes, Caracas 1969
Photo: Juan Santana, © Fundación Gego

 

Gertrud Goldschmidt, gen. Gego, zählt zu den bedeutendsten Künstlerinnen Südamerikas. Bekannt wurde sie vor allem für ihre groß angelegten Rauminstallationen. Gego verstand ihre Werke nicht als Skulpturen, sondern vielmehr als Strukturen oder Zeichnungen im Raum. Große Objekte aus Draht, Seilen oder filigranen Aluminiumsträngen sind die auffälligsten ihrer Werke, die häufig als Kunst am Bau ausgeführt wurden. Präsentiert werden einige der wichtigsten Werke der Künstlerin.

Gego, geboren 1912 in Hamburg, studierte von 1932 bis 1938 an der Technischen Hochschule Stuttgart bei Paul Bonatz Architektur. 1939 emigrierte sie mit 27 Jahren über England nach Venezuela. In Caracas arbeitete sie als Architektin großer öffentlicher Gebäude sowie als freie Künstlerin und lehrte ab den späten 50er Jahren an der Architektur- und Städtebaufakultät der Universidad Central de Venezuela im Fach Aquarell und Gouache und an der Escuela de Artes Plásticas Cristóbal Rojas im Fach Skulptur. Ihre Ausbildung und Arbeit als Architektin haben ihre künstlerische Arbeit wesentlich geprägt und so blieb die Formung des Raums ein zentraler Punkt ihrer Werke.

Zeitgleich zur Ausstellung Gego wird im 3. Obergeschoss der Galerie der Gegenwart die Ausstellung Eva Hesse. One more than one zu sehen sein. Mit den beiden Ausstellungen werden erstmals zwei international hochkarätige Künstlerinnen und gebürtige Hamburgerinnen im Dialog vorgestellt. So gelten Gego und Eva Hesse (1936-1970) auf je eigene Weise als Pionierinnen für Rauminstallationen und die Verwendung ungewöhnlicher Materialien im Kunstkontext. In den Ausstellungen werden rund 100 Kunstwerke in verschiedenen Medien (Zeichnung, Collage, Installation und Skulptur) in Werkgruppen zusammengefasst zu entdecken sein, die höchst selten bzw. in Deutschland noch nie zu sehen gewesen sind.
Die Ausstellung wird anschließend in leicht veränderter Form im Kunstmuseum Stuttgart und danach im Henry Moore Institute in Leeds zu sehen sein.

Kuratorinnen: Dr. Brigitte Kölle und Dr. Petra Roettig

 

Mit freundlicher Unterstützung durch
  • Rudolf Augstein Stiftung
  • Martha Pulvermacher Stiftung
  •  
gefördert durch die
  • Kulturstiftung des Bundes

 

  • Gego during installation of Reticulárea. Museo de Bellas Artes, Caracas 1969

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