GEGOS WERKE

Viele Werke von Gego kann man drehen, umgehen oder durchschreiten, und sie verändern dabei ständig die Komposition. Filigran und reduziert und dennoch von fast tänzerischer Leichtigkeit lassen sich ihre Gitterskulpturen wie Reliefbilder vor die Wand hängen oder frei im Raum positionieren. Vor allem bekannt wurde Gego für ihre netzartig angelegten Rauminstallationen, die sogenannten Reticuláreas, die sie aus feinem Draht, Seilen oder Aluminiumstäben anfertigte. Geprägt durch ihre architektonische Ausbildung war für Gego die Konstruktion von Strukturen und die Formung des Raums auch bei ihrer künstlerischen Arbeit, die sich die Linie zum Gegenstand nimmt, stets von großer Bedeutung.

Mit Gego. Line as Object präsentiert die Hamburger Kunsthalle rund 120 Skulpturen und Zeichnungen aus fast 40 Jahren und damit allen Werkphasen der Künstlerin, darunter sind die Werkserie Dibujo sin papel (Zeichnung ohne Papier), die kleinformatigen und spielerischen Bichitos (kleine Viecher), bei der Materialien aus dem Alltagsgebrauch verarbeitet werden, die netzartigen Reticuláreas und die späten Tejeduras (Webereien).

 

  • Gego during installation of Reticulárea. Museo de Bellas Artes, Caracas 1969
  • Gego during installation of Reticulárea. Museo de Bellas Artes, Caracas 1969
  • Gego (1912-1994)  Bichito 89/22, 1989
  • Gego (1912-1994)  Bichito 89/22, 1989
  • Gego (1912-1994)  Sin título, 1987
  • Gego (1912-1994)  Tejedura 89/13, 1989
  • Gego (1912-1994)  Sin título, 1980
  • Gego (1912-1994)  Dibujo sin papel 79/2, 1979
  • Gego (1912-1994)  Sin título, 1980
  • Gego (1912-1994)  Esfera N° 5, 1977
  • Reticulárea, installation view.  Museo de Bellas Artes, Caracas, 1969