GEGO. Line as Object

29. November 2013 bis 2. März 2014
Galerie der Gegenwart, 2. OG

EVA HESSE. One More than One

29. November 2013 bis 2. März 2014
Galerie der Gegenwart, 3. OG

Gego - Eva Hesse

 

Mit diesen beiden Ausstellungen werden zum ersten Mal zwei international hochkarätige Künstlerinnen und gebürtige Hamburgerinnen, Eva Hesse (1936-1970) und Gertrud Goldschmidt, gen. Gego (1912-1994), im Dialog vorgestellt. Hesse und Gego gelten als Pionierinnen für Rauminstallationen und die Verwendung ungewöhnlicher Materialien im Kunstkontext. Gezeigt werden ca. 170 Werke in verschiedenen Medien: Zeichnungen, Collagen, Malerei, Installation und Skulptur. Die Ausstellungen werden parallel auf zwei Stockwerken der Galerie der Gegenwart präsentiert.

Ein äußerst virtuoser Umgang mit Raum, eine faszinierende Leichtigkeit und Linearität prägen das skulpturale und zeichnerische Werk beider Künstlerinnen. Erstaunliche Parallelen und Verwandtschaften wie z. B. das Verwenden und Experimentieren mit unterschiedlichsten Materialien (Polyester, Glasfaser und Latex) bei Eva Hesse oder Fundstücke (Kleiderbügel, Metallfedern) bei Gego, aber auch höchst eigenständige Formlösungen möchten die Ausstellungen im Wechselspiel anschaulich machen. Obwohl eine künstlerische Verwandtschaft von Eva Hesse und Gego gelegentlich in Katalogtexten und Artikeln erwähnt wurde, wurden die Künstlerinnen bislang noch nie in diesem Umfang gemeinsam präsentiert. Auch in den Lebenswegen der beiden Künstlerinnen gibt es erstaunliche Parallelen. Dass beide Künstlerinnen in Hamburg geboren wurden, ist bislang sogar einem gut informierten, internationalen Fachpublikum kaum bekannt. Die Emigration in den Jahren 1938 bzw. 1939 führte beide Künstlerinnen auf unterschiedliche Kontinente: Eva Hesse nach Nordamerika (New York), Gego nach Südamerika (Caracas), wo sie den Rest ihres Lebens verbrachten und international bekannt wurden. So entwickelte sich das Werk der als Architektin ausgebildeten Gego vor allem in Bezug zu den neo-konstruktivistischen Strömungen der südamerikanischen Kunstszene, während Eva Hesse oftmals eine organischere oder anthropomorphe Formsprache vertrat, aber zugleich einen neuen eigenständigen Ansatz für die Objektkunst bzw. Minimal Art entwickelte.

 

 

 

 

 

 

 

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