Eva Hesse

One more than one

29. November 2013 bis 2. März 2014
Galerie der Gegenwart, 3. Obergeschoss

Eva Hesse
Eva Hesse. Photo: Hermann Landshoff , © Estate of Eva Hesse. Courtesy Hauser & Wirth Zürich London / Münchner Stadtmuseum, Sammlung Fotografie, Archiv Landshoff


Eva Hesse gilt als eine der bedeutendsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Das Serielle und Reduzierte des Minimalismus der sechziger Jahre verband sie mit Emotion, Sinnlichkeit und Körperhaftigkeit. Das Transparente und Vergängliche der von ihr verwandten neuen Materialien machen zu großen Teilen die solitäre Stellung von Eva Hesse in der Kunst ihrer Zeit aus.
1936 in Hamburg geboren, emigrierte Eva Hesse 1938 mit ihrer Familie nach New York. In den 50er Jahren studierte sie Malerei an der Cooper Union Art School in New York und an der Yale School of Art and Architecture als Meisterschülerin von Josef Albers. Auf Einladung des deutschen Sammlerehepaars Scheidt verbrachte Eva Hesse zusammen mit ihrem Ehemann Tom Doyle 1964/65 ein Jahr in Kettwig an der Ruhr. Diese Zeit wird als Wendepunkt im Werk von Eva Hesse angesehen: Inspiriert durch die dort in einer Textilfabrik gefundenen Materialen, begann Eva Hesse mit ersten dreidimensionalen Arbeiten. Zurück in New York wandte sie sich vollkommen der Skulptur zu und schuf fragile Werke aus Polyester, Glasfaser und Latex. Eva Hesse starb 1970 mit nur 34 Jahren an einem Gehirntumor.
Die Ausstellung, die die erste Werkschau der Künstlerin in ihrer Geburtsstadt ist, konzentriert sich auf ihre späte, höchst produktive Phase, in der es ihr gelang, ein umfangreiches Werk von Skulpturen und Zeichnungen zu schaffen.

Zeitgleich zur Ausstellung Eva Hesse wird im 2. Obergeschoss der Galerie der Gegenwart die Ausstellung Gego. Line as Object with zu sehen sein. Mit den beiden Ausstellungen werden erstmals zwei international hochkarätige Künstlerinnen und gebürtige Hamburgerinnen im Dialog vorgestellt. So gelten Eva Hesse und Gego, d.i. Gertrud Goldschmidt (1912-1994), auf je eigene Weise als Pionierinnen für Rauminstallationen und die Verwendung ungewöhnlicher Materialien im Kunstkontext.

In den Ausstellungen werden rund 100 Kunstwerke in verschiedenen Medien (Zeichnung, Collage, Installation und Skulptur) in Werkgruppen zusammengefasst zu entdecken sein, die höchst selten bzw. in Deutschland noch nie zu sehen waren.

Kuratorinnen: Dr. Brigitte Kölle und Dr. Petra Roettig

 

Mit freundlicher Unterstützung durch
  • Rudolf Augstein Stiftung
  • Martha Pulvermacher Stiftung
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