Die Sammlung von Heinrich Hirschsprung

  • Peder Severin Krøyer Bildnis der Familie Hirschsprung,1881
    Peder Severin Krøyer
    Bildnis der Familie Hirschsprung, 1881
    Öl auf Leinwand, 109,5 x 135 cm
    Die Sammlung Hirschsprung
  • s/w Photographie Die Wohnräume in der Bredgade 45.
    s/w Photographie
    Die Wohnräume in der Bredgade 45.
    Im vorderen Raum links, mittig neben der Tür,
    sieht man Christen Dalsgaards
    »Wird er denn nicht bald kommen?«
    .
    Photographie aus Hirschsprungs
    Silberhochzeitsalbum. Privatbesitz.

 

Die Sammlung von Heinrich Hirschsprung

   

Heinrich Hirschsprung (1836–1908), Sohn eines deutsch-jüdischen Emigranten, machte sein Vermögen mit dem vom Vater geerbten Tabakhandel in Kopenhagen und der von ihm selbst gegründeten Tabakfabrik. Durch die Lage des Geschäftes, in der Nähe der Kunstakademie, entstanden zunächst Kontakte und schließlich enge Freundschaften zu Künstlern. Hirschsprung förderte einige von ihnen, darunter den jungen Peder Severin Krøyer.

Zum Sammler wurde Hirschsprung seit den 1870er Jahren, wobei er sowohl Werke des Goldenen Zeitalters vom Beginn des 19. Jahrhunderts als auch der Gegenwart erwarb, sich aber ausschließlich auf dänische Kunst spezialisierte. Dabei ließ er sich vor allem von seinem Malerfreund Krøyer beraten. Die Gemälde hingen zunächst in der Privatwohnung im Zentrum Kopenhagens.

1888 präsentierte er die Sammlung erstmals in einer Ausstellung von über 300 Werken. In der Folge entstand der Plan einer Stiftung der Sammlung an die Öffentlichkeit, und zu diesem Zweck begann Hirschsprung ganz gezielt, einen Querschnitt der dänischen Kunst des neunzehnten Jahrhunderts zusammenzutragen. 1902 wurde die Schenkung an den Staat öffentlich gemacht, allerdings von Hirschsprung an die Forderung nach einem eigenen Ausstellungsgebäude geknüpft. Dies führte zu langwierigen Debatten und erst 1911, drei Jahre nach Hirschsprungs Tod, konnte das Museum eröffnet werden. Es befindet sich bis heute in einem von Hermann B. Storck entworfenen klassizistischen Gebäude in unmittelbarer Nähe des Statens Museum for Kunst. Emil Hannover, der mit dem Direktor der Hamburger Kunsthalle, Alfred Lichtwark, befreundet war, wurde der erste Direktor der Sammlung Hirschsprung.


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