GEGO

Line as Object

29. November 2013 bis 2. März 2014
Galerie der Gegenwart, 2. OG

Gego during installation of Reticulárea. Museo de Bellas Artes, Caracas 1969 Photo: Juan Santana, © Fundación Gego
Gego during installation of Reticulárea. Museo de Bellas Artes, Caracas 1969. Photo: Juan Santana, © Fundación Gego

 

Gertrud Goldschmidt (Hamburg, 1912 – Caracas, 1994) genannt ‚Gego', zählt zu den bedeutendsten Künstlerinnen Südamerikas. In Hamburg geboren und aufgewachsen, studierte sie in Stuttgart Architektur, bevor sie wegen ihrer jüdischen Abstammung 1939 nach Venezuela emigrieren musste.
Dort begann Gego als freie Künstlerin zu arbeiten und zu lehren. Mit ihren filigranen, rhizom-artig angelegten Objekten aus Draht und Metall stellte Gego ein Verständnis von Skulptur in Frage, das traditionell über Masse und Volumen definiert wird. Das Bestreben der Künstlerin nach Transparenz und Leichtigkeit kommt auch in ihren zahlreichen Arbeiten auf Papier zum Ausdruck, bei denen sie die Linie als Objekt einsetzte.
Ihre revolutionäre und zugleich experimentelle Auffassung von Skulptur und Zeichnung im Raum wurde in Südamerika wegweisend für eine junge Generation von Künstlern und hat die zeitgenössische Kunst weit über Venezuela hinaus geprägt. In Europa hingegen ist Gegos Werk bislang wenig bekannt. Die Ausstellung umfasst ca. 120 Skulpturen und Zeichnungen aus allen Werkphasen der Künstlerin und bietet damit eine seltene und in Deutschland erstmalige Gelegenheit, das einzigartige Werk Gegos in dieser Fülle zu erleben.

Zeitgleich zur Ausstellung Gego ist im 3. Obergeschoss der Galerie der Gegenwart die Ausstellung Eva Hesse. One More than One zu sehen. Mit den beiden Ausstellungen werden erstmals zwei international hochkarätige Künstlerinnen und gebürtige Hamburgerinnen im Dialog vorgestellt. So gelten Gego und Eva Hesse (Hamburg, 1936 – New York, 1970) auf je eigene Weise als Pionierinnen für Rauminstallationen und die Verwendung ungewöhnlicher Materialien im Kunstkontext.

 

Eine Kooperation von Hamburger Kunsthalle, Kunstmuseum Stuttgart und The Henry Moore Institute, Leeds.

Kuratorinnen: Dr. Brigitte Kölle und Dr. Petra Roettig
Kuratorische Assistenz: Merle Radtke

Weitere Stationen: Kunstmuseum Stuttgart 29. März –29. Juni 2014 | The  Henry Moore Institute, Leeds 24. Juli –19. Oktober 2014

 

Mit freundlicher Unterstützung durch den Ausstellungsfonds der Freien und Hansestadt

  • Kulturbehörde Hamburg
  •  
  •  

Mit freundlicher Unterstützung durch

  • Rudolf Augstein Stiftung
  • Martha Pulvermacher Stiftung
  •  
gefördert durch die
  • Kulturstiftung des Bundes