Alexander Otto ermöglicht Modernisierung

Modernisierungsprojekt
Auf der Treppe im Gründungsbau der Hamburger Kunsthalle am 6. August 2013
(v.l.n.r.: Dr. Stefan Brandt, Geschäftsführer der Hamburger Kunsthalle, Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler, Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz, Alexander Otto, Prof. Dr. Hubertus Gaßner, Direktor der Hamburger Kunsthalle. © Photo: Norbert Weidemann

Dank 15-Millionen-Spende wird die Kunsthalle noch attraktiver – Stadt will parallel das Depot im Altbau sanieren

Durch eine großzügige Unterstützung des Hamburger Unternehmers und Mäzens Alexander Otto soll die Hamburger Kunsthalle umfangreich modernisiert und optimiert werden. Ziel ist es, die Hamburger Kunsthalle für die Besucher noch attraktiver zu machen und die Strahlkraft der international bedeutenden Sammlungen zu erhöhen. Parallel soll mit Mitteln der Stadt auch das Depot der Kunsthalle saniert werden. Der Beginn des umfassenden Projektes ist für Herbst 2014, die Fertigstellung für Ende 2015 geplant. Die Hamburger Kunsthalle bleibt während der Modernisierung geöffnet, einige Gebäudebereiche werden temporär geschlossen.

Alexander Otto wird persönlich und über die von ihm und seiner Frau gegründete „Dorit & Alexander Otto-Stiftung" insgesamt 15 Millionen Euro an Planungs- und Bauleistungen als Sachspende für das Projekt bereitstellen.

Im Einzelnen sehen die Pläne vor, mit dem historischen Haupteingang einen zentralen und attraktiven Eingangsbereich zu schaffen. Damit verbunden ist die Wiederbelebung des repräsentativen Foyers und Treppenhauses des Gründungsbaus. Dadurch wird für die Besucher der bisherige Rundgang durch die Sammlung verbessert. Zudem sollen die Sammlungsräume der Alten Meister und des 19. Jahrhunderts modernisiert werden.

Des Weiteren sollen ein zentraler Saal für Vorträge und Eröffnungen sowie moderne Räumlichkeiten für die Wissenschaftler, die Restaurierung und die Verwaltung geschaffen, sowie die räumliche Situation des Bereichs Bildung und Vermittlung verbessert werden. Planung und Bauleitung liegen bei Alexander Ottos Firma ECE, die garantiert, dass die vereinbarten Budgets nicht überschritten werden.

Im Rahmen der umfassenden Modernisierung sollen außerdem die Depotflächen im Altbau der Hamburger Kunsthalle saniert werden. Für die Depotsanierung wird der Senat aus Mitteln der Senatskanzlei zusätzlich vier Millionen Euro bei der Hamburgischen Bürgerschaft beantragen. Die Außenanlagen des Museums sollen zudem, teilweise durch Maßnahmen der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, aufgewertet und barrierefrei umgebaut werden.

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz: „Alexander Otto engagiert sich in bemerkenswerter Weise für Hamburg, er legt ein Bekenntnis zu seiner Stadt ab. Die Hamburger Kunsthalle ist Nutznießer dieses Bekenntnisses. Für die Stadt bleibt die Instandhaltung dieser wichtigen Hamburger Kulturinstitution ein Kraftakt – der ihr jetzt aber erheblich leichter fällt. Dafür ist Alexander Otto zu danken."

Alexander Otto: „Ich bin seit vielen Jahren ein großer Freund der Hamburger Kunsthalle. Bei den Ausstellungen, die wir hier in den vergangenen Jahren unterstützen konnten, habe ich aber auch festgestellt, dass die Kunsthalle und ihre Kunstschätze nicht so im Bewusstsein der Hamburger sind, wie sie es verdient hätten. Die vielen An- und Umbauten in den letzten hundert Jahren haben es dem Besucher nicht einfacher gemacht, sich zurechtzufinden. Ich freue mich sehr, dass wir jetzt gemeinsam mit der Stadt der Kunsthalle wieder zu einem Rahmen verhelfen können, der dem Niveau der Stadt und den hier versammelten Kunstwerken entspricht."

Dorit Otto: „Die Kunsthalle zeigt Tag für Tag, dass Kunst junge Menschen nicht nur bilden, sondern auch begeistern kann. Daher ist es wichtig, dass der Umbau auch die tägliche Bildungsarbeit der Kunsthalle mit 60.000 Kindern im Jahr deutlich erleichtern wird."

Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler: „Hamburgs Kulturleben wurde schon immer von den hanseatischen Kaufleuten maßgeblich mit getragen. Alexander Otto setzt diese Tradition beispielhaft fort. Gemeinsam mit starken Partnern schaffen wir es, das kulturelle Erbe unserer Stadt dauerhaft zu sichern und die Kunst und Kultur in Hamburg weiter zu stärken. Wir werden im Gegenzug bei der Bürgerschaft Mittel für die Sanierung des Depots beantragen, um parallel zu den Umbauten auch die Lagerflächen im Altbau der Kunsthalle auf den neuesten Stand zu bringen."

Prof. Dr. Hubertus Gaßner, Direktor der Hamburger Kunsthalle: „Ein lang gehegter Wunsch wird endlich wahr und dies Dank Alexander Otto, der als bedeutender Mäzen die Kunsthalle immer wieder gefördert hat. Als regelmäßiger Besucher kennt er unsere Wünsche für eine Verbesserung der Gebäude im Innen- und Außenbereich. Mit der neuen Ordnung der Räume und der Sammlung haben wir nun die einmalige Chance, die Kunsthalle als einen klar gegliederten Organismus zu gestalten und dem Besucher noch mehr als bisher ein vielfältiges aber zusammenhängendes Bild unserer Schätze zu vermitteln. Mit der Depotsanierung geht ein jahrzehntelanger Wunsch der Hamburger Kunsthalle endlich in Erfüllung."

Dr. Stefan Brandt, Geschäftsführer der Hamburger Kunsthalle: „Dank der beeindruckenden Unterstützung besteht die historische Chance, die Kunsthalle zu einem großen Ganzen zusammenwachsen zu lassen. Die damit verbundene Optimierung der Betriebsabläufe hilft uns, die Besucherorientierung deutlich zu verbessern. Jetzt sind die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die Hamburger Kunsthalle ihre Rolle als eines der führenden europäischen Kunstmuseen weiter ausbauen kann."

Derzeit planen im Auftrag von Alexander Otto Architekten und Bauingenieure der ECE zusammen mit Experten der Kunsthalle, externen Spezialisten und den beteiligten Behörden die Details des geplanten Umbaus. Details zu den Baumaßnahmen und zur zeitlichen Planung stehen voraussichtlich Ende des Jahres 2013 fest.

Zum Hintergrund:
Die Hamburger Kunsthalle gehört zu den bedeutendsten und größten Kunstmuseen Deutschlands. Sie ist eines der wenigen Museen, in dem Besucher Kunst vom Mittelalter bis in die unmittelbare Gegenwart erleben können. Neben den Sammlungen erlangt die Hamburger Kunsthalle international Aufmerksamkeit mit hochkarätigen Sonderausstellungen, die jährlich tausende Besucher in die Hansestadt locken. In zentraler Lage zwischen dem Hauptbahnhof und der Alster setzt die Hamburger Kunsthalle seit fast 150 Jahren architektonische Akzente: Der ornamentgeschmückte Gründungsbau wurde 1869 nach Entwürfen von Georg Theodor Schirrmacher und Hermann von der Hude eröffnet. Das Treppenhaus im Zentrum des Gründungsbaus gilt als einer der wenigen erhaltenen Raumentwürfe aus der Gründerzeit der Stadt. Der Erweiterungsbau von Albert Erbe und Fritz Schumacher im neoklassizistischen Stil aus hellem Muschelkalkstein wurde 1919 mit einem neuen Eingang, der seither als Haupteingang der Hamburger Kunsthalle dient, eingeweiht. 1997 eröffnete die Galerie der Gegenwart nach Plänen des Architekten Oswald Mathias Ungers.

Dorit Otto, die auch im Advisory Board der Kunsthalle sitzt, und Alexander Otto haben sich seit vielen Jahren als Förderer der Hamburger Kunsthalle verdient gemacht. Die Modernisierung ist bislang ihr größtes Förderprojekt in der Hansestadt. Ihre „Dorit und Alexander Otto-Stiftung" förderte zuletzt u.a. die Sanierung von St. Katharinen und die TCMAmbulanz im Mammazentrum des Krankenhaus Jerusalem.

Zusammen mit den von Alexander Otto initiierten Stiftungen „Stiftung Lebendige Stadt", und „Alexander Otto Sportstiftung" sowie seinem Unternehmen ECE hat der gebürtige Hamburger zudem u.a. bereits die Illumination der Speicherstadt, den Umbau des Jungfernstiegs, den Bau der Volksbank-Arena, den Umbau des Haus des Sports und die Planung des HSVCampus im Volkspark unterstützt. Darüber hinaus fördern seine Stiftungen jährlich viele kleinere und größere Projekte in Hamburg. 2011 wurde er hierfür mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

Die ECE unterstützte in der Vergangenheit bereits mehrfach Ausstellungen zur niederländischen Malerei der Kunsthalle: 2004 „Vergnügliches Leben – Verborgene Lust", 2005 „Pieter de Hooch – Der Liebesbote", 2008 „Spiegel geheimer Wünsche", 2010 „Segeln, was das Zeug hält" und 2011 „Bruegel, Rembrandt & Co".