Historisches Archiv - Findmittel

Ein erstes und „vorläufiges" Findmittel für den Bestand
des Historischen Archivs der Hamburger Kunsthalle

 

Das hier vorgelegte Findmittel spiegelt den gegenwärtigen Stand der Erfassung der Bestände des Historischen Archivs Hamburger Kunsthalle wider. Zahlreiche Akten, wie etwa jene ohne Signaturen, sind bislang nicht erfasst. Eine Generalinventur steht noch aus.
Um der Forschung eine erste Suche im Aktenbestand des Historischen Archivs Hamburger Kunsthalle bis zur Erstellung eines vollständigen Findbuches anzubieten, sind die Hauptsystematiken zusammengeführt worden.

Die erste Systematik muss schon zu Beginn der öffentlichen Städtischen Gemälde-Gallerie 1869/1870 eingeführt worden sein. Sie umfasste mindestens zwölf Klassen (1 Rechnungswesen, 2 Beamte und Angestellte, 3 Commission für die Verwaltung der Kunsthalle, 4 Bau und Mobiliar, 5 fehlt, 6 Geschenke, Leihgaben und Vermächtnisse von Kunstwerken sowie Erwerbungen aus Stiftungsgeldern, 7 fehlt, 8 Ausstellungen in der Kunsthalle, 10 a – c Verschiedenes, 10 Verschiedenes, d – f, 10 Verschiedenes g – h, 11 Münzkabinett, 12 fehlt). Bis Ende 1920 wurde nach dieser Systematik der Schriftverkehr abgelegt. In Teilen ist sie heute noch erkennbar. Es gibt einige Hinweise, welche Vorgänge in der nachfolgenden Systematik ihren Ablageort zu finden hatten.

Ab 1921 kam es zur Umordnung und zur Einführung einer neuen Systematik mit sprechenden Signaturen (A = Allgemeine Verwaltung, B = Beamte, Angestellte und Arbeiter, F = Finanzangelegenheiten, G = Gebäude und Hausrat, Klar = Die Künstler, L = Die Leihgaben, Slg = Die Sammlungen und die Sammlungsgegenstände, U = Unterricht, besondere Aufgaben und Unternehmungen, V = Vereine und andere Kooperationen und ihre Beziehungen zur Kunsthalle). Von dieser Systematik ist noch ein sehr umfassender Aktenbestand erhalten.

Ein neues Aktenverzeichnis wurde in den 1970er Jahren des 20. Jahrhunderts im Zuge einer umfassenden Verwaltungsreform umgesetzt. Ein Dezimalsystem mit Hauptgruppe, Gruppe und Untergruppe fand Anwendung (z. B. 3 Kultur, 32 Kunstpflege, 32-2 Hamburger Kunsthalle).

Die beiden letzteren Systematiken wurden zum Teil parallel weitergeführt. Es kam folglich zu keinem klaren Aktenschnitt.

Mit dem Zeitpunkt der Überführung der Kunsthalle in eine Stiftung, 1999, wurde letzteres Aktensystem nur noch teilweise berücksichtigt.

Eine ständige Aktualisierung dieses ersten und „vorläufigen" Findmittels ist vorgesehen.

Dr. Ute Haug

Leitung Historisches Archiv Hamburger Kunsthalle
15. Mai 2013

 

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