VERSCHIEDENES

ZITATE

Eva Hesse im Interview mit Cindy Nemser

[...] „Wo hört Zeichnung auf, wo fängt Malerei an? Ich frage mich, ob meine Zeichnungen nicht eher Gemälde sind, nur kleiner als Papier. Die Zeichnungen könnte man zurecht als Malerei bezeichnen und auch einige Skulpturen könnten den Namen Malerei tragen." (1)


John Chandler, amerikanischer Kunstkritiker über Hesses Circle Drawings

„Je mehr gleich bleibt, desto bedeutender werden die Veränderungen"[...] „Zeichnung über Zeichnung, Reihe über Reihe, Kreise, Kreise. Redundanz. Aber: nicht zwei ihrer Zeichnungen sind identisch."
(2)


Eva Hesse im Interview mit Cindy Nemser auf die Frage, warum sie Formen immer und immer wiederhole.

„Weil das übertreibt. Wenn etwas bedeutend ist, ist es vielleicht noch bedeutenden, wenn es zehn Mal gesagt wird. Das ist nicht nur eine ästhetische Entscheidung. Wenn etwas absurd ist, dann ist es noch überzogener, noch absurder, wenn es wiederholt wird... Wiederholung vergrößert, steigert oder übertreibt eine Idee oder eine Absicht in einer Aussage."
(3)


Hesse über Sans II

Ich hätte das Werk gerne als Nicht-Werk.
[...] Es ist etwas, es ist nichts.
(4)
Eva Hesse, 1968


1 Cindy Nemser, „Conversation with Eva Hesse (1970)" , in: Mignon Nixon. Eva Hesse (October Files, 3) Cambridge, Massachussets, 2002, S. 1-32, S.23. Dt. Übersetzung n. Annette Tietenberg, "Ein Interview mit Eva Hesse." In: Ausst.-Kat. Museum Wiesbaden 2002, S. 17-32, Eva Hesse
2 John Chandler, „Art in the Electric Age" , in: Art international 13, 2, Februar 1969, S. 19-25
3 Zit. N. Cindy Nemser, „An interview with Eva Hesse", in Artforum, 7, 9. Mai 1970, S. 62
4 Zitiert n. Lippard 1976, S. 131