Alice

22. Juni bis 30. September 2012
Galerie der Gegenwart, 1. und 2. Etage

Alice im Film

fernseher


1903 produzierten Cecil Hepworth und Percy Stow die erste filmische Adaption von Alice in Wonderland, die ungefähr zwölf Minuten dauerte – der längste Film, der in England bis zu diesem Zeitpunkt produziert worden war.
Er bildete den Auftakt zu einer Tradition von vielfältigen Alice-Filmen, die sich über das 20. Jahrhundert erstreckt und bis hin zur jüngsten Version von Tim Burton aus dem Jahr 2010 fortsetzt. 1915 produzierte William W. Young  mit 52 Minuten die erste abendfüllende Fassung, die in der Ausstellung zu sehen ist.
Die fantastischen Szenen von Alice im Wunderland und ihre anthropomorphen Figuren ließen den Filmmachern großen Freiraum, immer wieder neue Techniken in ihrem Medium zu erproben. Die Weltweit bekannteste Verfilmung ist die von 1951. Doch schon lange vor dieser Umsetzung gab es frühe Animationen, wie z.B. Alice`s Wonderland (1923) in dem Alice,  gespielt von Virginia Davis, in eine animierte Welt versetzt wird, wo sie eine ganze Schar verrückter Charaktere antrifft.
Das Unsinnsgedicht Jabberwocky- Zipferlak aus Through the Looking Glass hatte Carroll schon 1855 erdacht. Der gleichnamige Film von dem tschechischen Surrealisten Jan Švankmajer aus dem Jahr 1971 lässt durch eine eigens entwickelte Stop-Motion-Technik von Collagen und Puppen unbelebte Dinge höchst suggestiv lebendig erscheinen. Dabei verzichtet er auf einen konventionellen Erzählfluss und verunsichert durch Überblendungen von Rätselhaftem, Kindlichen und Makabrem.