Alice

22. Juni bis 30. September 2012
Galerie der Gegenwart, 1. und 2. Etage

Epilog


Alice im Wunderland ist häufig als Geschichte über das Erwachsenwerden interpretiert worden, erzählt aus der Perspektive eines jungen Mädchens, das versucht, seinen Ort in einer Welt zu finden, deren Gesetze und Sitten ihm unbekannt sind. Um die von ihr erwartete Rolle korrekt spielen zu können, muss Alice diese Codes erlernen. 150 Jahre später gelten zwar andere, aber immer noch Konventionen, welche den Übergang vom Mädchen zur Frau bestimmen. Auch dieser Aspekt der Erzählung bleibt aktuell und wird heute – und dies besonders von jungen Künstlerinnen – mit Alice als Identifikationsfigur reflektiert.

So werden beispielsweise Schlüsselszenen aus dem Roman aufgegriffen und auf zeitgenössische Weise für Photos nachgestellt. Oder in skulpturalen Werken scheinen Alices Körper und die an ihn gestellten Herausforderungen ähnlich neu zusammengewürfelt worden zu sein, wie die Buchstaben von Alices Namen in den Werktiteln, und aus Alice wird Lacie, Elica... Die Faszination an Carrolls Alice bleibt anregend – sicher auch für künftige Schöpfungen im Wunderland der Kunst.