Pressestimmen
zur Ausstellung Caspar David Friedrich. Die Erfindung der Romantik
im Museum Folkwang, Essen, (noch bis 3. September 2006)
„Die Ausstellung des Jahres: Essener Folkwang-Museum zeigt „Erfindung
der Romantik“
Ruhr Nachrichten, 3. Mai 2006
„Die Ausstellung ist ein Ereignis“
Westfälischer Anzeiger, 3. Mai 2006
Ralf Stiftel
„Und doch wollen die Ausstellungsmacher auch den minuziösen
Konstrukteur C.D.F. vorstellen, der veristisch genaue Vorstudien zu seinen
Bildern anfertigte. Kein Himmelsblau gleicht dem anderen. Aus exakten
Einzelstudien setzte er – fast in der Manier der Collage –
seine Bilder zusammen. Allerdings konstruierte er sie in äußerster
Verknappung (Daher der Ausstellungstitel „Die Erfindung der Romantik“
und erreichte gerade damit seine geheimnisvollen Aussagen, die auch heute
noch offen lassen, ob diese Bilder politisch oder religiös gemeint
waren. Ernst heute entdeckt man, dass von diesem Caspar David Friedrich
eine Linie bis zu Marc Rothko führt, und dass der Romantiker, der
seinen Mitmenschen damals schockierte, zum Wegbereiter der Moderne wurde.
Kölnische Rundschau, 3. Mai 2006
Heidrun Wirth
„Die vom Essener Energiekonzern E.ON Ruhrgas ermöglichte Schau
„Caspar David Friedrich- Die Erfindung der Romantik“. Umfangreicher
und inhaltsschwerer als die letzte Retrospektive 1974, ist vom 7. Oktober
an noch in der Hamburger Kunsthalle zu Gast. Aus rund 50 Museen aus aller
Welt stammen die teils erstmals überhaupt ausgeliehenen Meisterwerke
wie die Kreidefelsen auf Rügen“ (1818), die den Begriff „Romantik“
bis in den heutigen Alltag geprägt haben.“
Aachener Nachrichten, 3. Mai 2006
Gerd Korinthenberg
„Die Bilder Caspar David Friedrichs üben eine unmittelbare
Faszination auf den Betrachter aus. Sie spiegeln ein wehmütiges Weltideal,
dem man sich kaum entziehen kann, das geradezu magische Kräfte zu
haben scheint. Sehnsucht und Sehnsucht gehen hier einfach eine perfekte
Symbiose ein.“
Westfalenpost, 3. Mai 2006
Andreas Thiemann
„Der Inbegriff der Romantik“
Weser Kurier, 4. Mai 2006
(dpa)
„In der Essener Ausstellung „Caspar David Friedrich. Die Erfindung
der Romantik“ steht das Gemälde im Zentrum. Und wieder soll
der „Tetschener Altar“ die Sicht auf das Werk des Malers revidieren.
Dreißig Jahre nach der großen Schau, damals in Hamburg und
Dresden aus Anlass des 200. Geburtstags, offeriert das Folkwang-Museum
dem Publikum nicht nur ein opulentes Kunstevent samt glanzvoller Eröffnung
am Dienstag in Anwesenheit von Schwedens Königin Silvia. Es will
auch ein neues Friedrich Bild begründen. Der Betrachter soll in ihm
nicht länger den religiösen Verschlüsselungskünstler
sehen (…) und nicht allein den politischen Denker (…). Neuesten
Forschungen zufolge gehörte Friedrich zur Dresdner Freimaurerloge
und versteckte in seinen Bildern zahlreiche Hinweise darauf.
Der Tagesspiegel, 4. Mai 2006
Nicola Kuhn
„Das Essener Folkwang Museum tut dies in einer wahrhaft opulenten
Schau. Deren Ehrgeiz ist es, den „ganzen Friedrich“ in den
Blick zu nehmen. Statt abermals motivgeschichtlich vorzugehen und die
religiösen oder politischen Deutungen, die sein Werk erfahren hat,
zu wiederholen, sucht die Ausstellung unter dem Titel „Die Erfindung
der Romantik“ die Umbruchsituation zu Beginn des neunzehnten Jahrhunderts
anhand der Konstruktionen des Künstlers nachzuvollziehen.“
Frankfurter Allgemeine, 5. Mai 2007
Thomas Wagner
„Eine atemberaubende Werkschau im Museum Folkwang Essen lädt
Kunstfreunde ein, den weltweit wichtigsten Maler der deutschen Romantik
gefeierten Künstler näher kennen zu lernen.“
Heilbronner Stimme, 27. Mai 2006
Gerd Korinthenberg
“Dabei haben die Bilder marktschreierische Ankündigung gar
nicht nötig. Mit 70 Gemälden und 120 Arbeiten auf Papier ist
das Essener Folkwang-Museum so reich bestückt, dass der Zuschauerstrom
garantiert ist.“
Berliner Zeitung, 2. Juni 2006
Thomas Götz
ZEIT-Mitarbeiter empfehlen: Bücher für Reisende und Daheimbleiber.
Caspar David Friedrich- Die Erfindung der Romantik, Hirmer 39,30 €.
Schön gestalteter, gut geschriebener Katalog der Essener Ausstellung
von Hubertus Gaßner.
DIE ZEIT, 22. Juni 2006
Ulrich Greiner
„ Die große Hommage an Caspar David Friedrich (1774-1840)
die das Folkwang Museum in Essen stemmt, gibt sich anspruchsvoll und populär
zugleich. volksnah, weil die Lieblingsbilder weltflüchtender Kalenderseligkeit
alle vorkommen. Intellektuell anspruchsvoll, weil sie einen methodengeschichtlichen
Wechsel mit allerbestem Material anschaulich macht. Über 100 000
Besucher wurden bereits gezählt.“
Handelsblatt, 23. Juni 2006
Susanne Schreiber
„Dieser Interpretation zufolge müsste Caspar David Friedrich
bereits zur zweiten oder gar dritten Generation von Künstlern gezählt
werden, die am Anfang der Moderne standen. Für die daraus abzuleitende
Schlussfolgerung, dass er auch „den Menschen von heute“ etwas
zu sagen habe müsste, wird derzeit in Essen der Beweis geführt.
Die im Museum Folkwang gezeigte und danach in die Hamburger Kunsthalle
wandernde Werkschau ist ein Publikumsmagnet geworden.“
JUNGE FREIHEIT, 14. Juli 2006
Thomas Bachmann

Das Eismeer, um 1823/24
© Hamburger Kunsthalle / bpk, Photo: Elke Walford