Tobias Zielony (*1973) Lee + Chunk, 2000 Aus der Serie Car Park Fotografie, C-Print, 41,6 x 62,4 cm Courtesy of KOW, Berlin © Tobias Zielony
Archiv

WARTEN.

Zwischen Macht und Möglichkeit

Wir alle warten, immer wieder. Es ist eine alltĂ€gliche und grundlegende Erfahrung, die aber so gar nicht in unsere beschleunigte Zeit passen mag, in der sich alles um eine unmittelbare BedĂŒrfnisbefriedigung dreht. Und so lĂ€sst sich im Warten vor allem die gesellschaftliche Stellung und der Status eines Menschen ablesen: Menschen mit Macht warten nicht, sie lassen warten. GeflĂŒchtete warten oft jahrelang auf die Entscheidung ihres Asylantrags ohne Möglichkeit, diese zu beschleunigen. KĂŒrzere Wartezeiten am Flughafen oder beim Arzt lassen sich durch Fast-Check-in oder Privatversicherung erkaufen. Aber Warten kann mehr sein als nur ungenutzte oder sogar verlorene Zeit. Begreift man Warten als geschenkte Zeit, kann es zu einem Raum ungeahnter Möglichkeiten werden, einem Freiraum fĂŒr Reflexion, KreativitĂ€t oder Entschleunigung.

Die groß angelegten Ausstellung WARTEN nĂ€hert sich mit den Arbeiten von 23 GegenwartskĂŒnstler_innen erstmalig und sehr eindrĂŒcklich diesem vielschichtigen PhĂ€nomen.

Begleitend zu WARTEN. wird eine eigene Webseite unter www.warten-kunsthalle.de geschaltet. Bilder, Texte, Filme und Informationen zur Ausstellung, sowie weitere Materialien von KĂŒnstler_innen, Autor_innen und Vertreter_innen unterschiedlicher Disziplinen werden akkumulativ zugĂ€nglich gemacht.

Beteiligte KĂŒnstler_innen:
Vajiko Chachkhiani, David Claerbout, Andrea Diefenbach, Elmgreen & Dragset, Jakob Engel, Ceal Floyer, Paul Graham, Andreas Gursky, Duane Hanson, Jiƙí Kovanda, Jochen Kuhn, Zwelethu Mthethwa, Bruce Nauman, Roman Ondak, Tobias Rehberger, Michael Sailstorfer, Txema Salvans, Philip Scheffner / Merle Kröger, Ursula Schulz-Dornburg, Aleen Solari, Rayyane Tabet, Jens Ullrich, Tobias Zielony.

Warten – Der Ausstellungsblog

Auf unserem Ausstellungsblog finden Sie immer aktuelle BeitrĂ€ge und Texte von ausgewĂ€hlten AutorInnen zum Thema Warten. Außerdem stehen dort Interviews mit KĂŒnstlerInnen, Videos von Performances und sonstige weitere Informationen zur Ausstellung zur VerfĂŒgung.

Mit freundlicher UnterstĂŒtzung durch

und den Ausstellungsfonds der Freien und Hansestadt Hamburg