Ein Traum von Liebe und Tod
Der Symbolismus in England 1860 - 1910
21.Mai bis 30. August 1998
Kurzfristig
ist es uns gelungen, eine hochinteressante Ausstellung nach Hamburg
zu holen: "Der Symbolismus in England". Organisiert von
der Tate Gallery in London, dort und im Münchner Haus der Kunst
mit großem Erfolg gezeigt, sollte die Schau ursprünglich
nach Amsterdam ans Van Gogh Museum gehen, wo aber Bauarbeiten die
Übernahme plötzlich vereitelten. Dank der Tate Gallery können
wir sie nun in der Hamburger Kunsthalle präsentieren. Besondere
Aufmerksamkeit hat die Ausstellung auf sich gezogen, weil sie die
Eigenständigkeit eines englischen Symbolismus behauptet und belegt
und so mit bedeutenden Werken zur Revision unseres Bildes von der
Kunst des 19. Jahrhunderts beiträgt.
Seine Wurzeln hat der englische Symbolismus in der Kunst der
Präraffaeliten. Er erweist sich seinem traumhaften, visionären Darstellungen als
eigenständige Antwort auf die spätviktorianische Epoche. Besonders prominente Künstler,
in der Ausstellung vertreten, sind Dante Gabriel Rossetti, Edward Burne-Jones, George
Frederic Watts und auf dem Gebiet der Zeichnung Aubrey Beardsley.
Die Ausstellung, die etwa einhundert Gemälde, Aquarelle,
Zeichnungen und graphische Arbeiten umfaßt, wurde von der Tate Gallery, London, in
Zusammenarbeit mit dem Haus der Kunst, München, und der Hamburger Kunsthalle organisiert.
Der Katalog bildet alle Werke in Farbe ab. Er enthält ausführliche
Werkanalysen und weiter führende kunsthistorische Beiträge
zum Thema.
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