| Gregor Schneider · Hannelore Reuen |
| Gregor Schneider, geboren 1969, gilt spätestens seit der Auszeichnung mit dem Goldenen Löwen für sein Totes Haus u r im Deutschen Pavillon der Biennale in Venedig 2001, als herausragender Künstler mit einem rätselhaften Werk. Das Haus u r in Rheydt, an dem er seit 1985 radikal und obsessiv arbeitet, ist nur relativ wenigen Besuchern in seiner labyrinthischen und klaustrophobischen Wirklichkeit zugänglich gemacht worden. Für eine Reihe von Ausstellungen wurden Auskopplungen einzelner Räume bewerkstelligt und verschiedene Raumsituationen geschaffen, die wie das Tote Haus u r Höhepunkte internationaler zeitgenössischer Kunstausstellungen gewesen sind. Die Hamburger Kunsthalle hatte bereits 1999, vor seiner Einladung
zur Biennale in Venedig, mit Gregor Schneider die Planung zu einem
Projekt aufgenommen, das nun verwirklicht wird. In einer verknappten
Retrospektive werden verschiedene Räume, die außerhalb
des Haus u r entstanden sind ausgestellt. In Hamburg steht die Auseinandersetzung mit der eigenen Werkgeschichte im Mittelpunkt. Die Ausstellung widmet sich unter den Aspekten „Doppelgänger“ und „Vanitas“ auch dem komplizierten Verhältnis zwischen Gregor Schneider und der Figur Hannelore Reuen. Die Präsentation umfasst im Sockelgeschoss der Galerie der Gegenwart fünf große Rauminstallationen, die durch mehrteilige Photosequenzen und Videoprojektionen ergänzt werden. Darüber hinaus entsteht in der Rotunde des Altbaus ein völlig neuer Einbau in Form einer Einstülpung, die städtischen Außenraum und musealen Innenraum aufeinander bezieht, aber nur von außerhalb der Kunsthalle zugänglich sein wird.
http://www.gregor-schneider.de
Literatur-Tipp: |
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