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| Die Hamburger kennen Rolf Roses Gemälde
seit langem, und seine Werke haben in der Kunsthalle einen festen
Platz: Bereits 1978 wurde das erste Bild für die Sammlung erworben,
und 1986 zeigte Helmut R. Leppien einen Überblick über das
Schaffen des Künstlers. „Sie spielen nicht, sondern sie
bestehen, sie erzählen nicht, sondern sie sind, sie regen nicht
an, sondern sie behaupten“, schrieb Leppien damals. Im Rahmen
des Ersten Umbaus in der Galerie der Gegenwart im Jahr 1998 haben
wir eine konzentrierte Auswahl aktueller Arbeiten gezeigt. Bereits in den frühen, auf Segeltuch gemalten Bildern schichtet
sich der Bildträger in Falten mehrere Lagen übereinander,
doch wurden Roses Bilder in den letzten Jahren immer dinghafter. Ihre
Lebendigkeit beziehen die monochromen Gemälde aus dem Relief
des mit einem Rakel aufgetragenen Farbmaterials. Seit 1995 arbeitet
Rose auf Holzmodulen, die bis zu 15 Zentimeter tief sein können.
Die dem Betrachter zugewandte Bodenflächen der Holzkisten wird
mit Farbe oft in mehreren Lagen beschichtet. An den Seitenkanten wird
diese Schichtung offengelegt, hier lassen sich die einzelnen Farblagen
nachvollziehen, oft sind sie überraschend farbig unter der abschließenden
letzten dunklen Lage. Durch minimale Variationen belebt Rose die Gemäldeoberflächen.
Roses monochrome Farbkörper stellen kein Licht dar, sondern sie
reagieren direkt auf das Licht – sie kommunizieren mit ihm.
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